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    Home»Pflege & Betreuung»Pflege in Österreich: Jede/r Zweite ist (in)direkt betroffen
    (c) Pixabay.com

    Pflege in Österreich: Jede/r Zweite ist (in)direkt betroffen

    30. Juni 20163 Mins Lesezeit

    2016 sucht die Initiative „PflegerIn mit Herz“ zum fünften Mal Österreichs beste „PflegerInnen mit Herz“. Anlässlich dieses Jubiläums hat der Verein gemeinsam mit der Wiener Städtischen Versicherung eine Umfrage zum Thema Pflege durchgeführt. Demzufolge schätzen mehr als 40 Prozent das Risiko, im Alter selbst pflegebedürftig zu werden, als sehr hoch bzw. hoch ein. Gerade die demographische Entwicklung und die sich ändernden Familienstrukturen machen das Thema Pflege zu einer der größten Herausforderungen der Zukunft.

    Ein alte Frau mit einem Rollator von hinten auf einem Weg, Stichwort Pflege. (c) Pixabay.com
    Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den nächsten Jahren enorm steigen.
    Die Zahlen in der Pflegethematik sprechen für sich

    Waren 2005 mehr als 381.000 Österreicher Pflegegeldbezieher, sind heute bereits rund 452.000 Menschen in Österreich auf professionelle Hilfe und Unterstützung durch andere angewiesen. Aufgrund der höheren Lebenserwartung brauchen wir in Zukunft noch mehr Fachkräfte für die Pflege älterer Menschen. Umso wichtiger ist es, ein stärkeres Bewusstsein für die großen Leistungen der Pfleger zu schaffen.

    Pflege passiert meist zu Hause

    Rund 80 Prozent der pflegebedürftigen Österreicher werden zu Hause, in ihrem vertrauten Umfeld von Angehörigen, mobilen Diensten oder 24-Stunden-Betreuern gepflegt – und wollen dies auch so beibehalten. Altwerden in den eigenen vier Wänden ist der Wunsch des Großteils der betreuungsbedürftigen Menschen. Die großartigen Leistungen der Betreuer und Pfleger stellen sicher, dass eine Vielzahl der Betroffenen in ihrer gewohnten Umgebung verbleiben kann.

    Gerade die Nachfrage an 24-Stunden-Betreuung in Österreich ist in den letzten Jahren enorm gestiegen – die Zahl der selbstständig gemeldeten Pflegekräfte in Österreich hat sich in den letzten drei Jahren verdoppelt. Mittlerweile arbeiten rund 60.000 aktive 24-Stunden-BetreuerInnen hierzulande.

    (c) Pixabay.com
    8 von 10 Pflegefällen werden zu Hause in den eigenen vier Wänden betreut.
    Zukunftsthema Demenz

    Einer der zentralen Aspekte in der Pflegethematik ist das Thema Demenz. Heute leben rund 130.000 Demenzkranke in Österreich, bis 2050 soll sich diese Zahl – parallel zur steigenden Lebenserwartung – auf 260.000 verdoppeln. Die zunehmende Pflegebedürftigkeit wirkt sich auch auf die Jüngsten unter uns aus. Denn immer mehr Kinder und Jugendliche übernehmen die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger. In Österreich unterstützen 40.000 Kinder und Jugendliche, so genannte „Young Carers“, betreuungsbedürftige Familienmitglieder.

    Sagen auch Sie „Danke“

    Nominierungen zur/ zum „PflegerIn mit Herz“ 2016 können online auf www.pflegerin-mit-herz.at oder auf dem Postweg (Postfach 2500o/ 1011 Wien, Kennwort: „PflegerIn mit Herz“) eingereicht werden. Nominierungsfolder liegen in allen Filialen der Wiener Städtischen Versicherung sowie bei den NGOs Hilfswerk, Volkshilfe, Diakonie, Rotes Kreuz und Caritas auf.

    Nominiert werden kann jede/r, die/der im Pflegebereich tätig ist: Diplomierte/r Gesundheits- und Krankenschwester/-pfleger aller Sparten, Pflegehelfer/in, Altenfachbetreuer/in, Heimhelfer/in, 24-Stunden-Betreuer/in oder pflegende/r Angehörige/r.

    Einsendeschluss ist der 21. Oktober 2016.

    Eckdaten zur Kampagne

    Aus allen Nominierungen wählt eine Jury – bestehend aus den Kampagnenpartnern sowie Vertretern der größten NGOs im Pflegebereich – zwei GewinnerInnen pro Bundesland aus. Diese werden bei einer Abschlussveranstaltung im November mit einem Geldpreis des Wiener Städtischen Versicherungsvereins bzw. der Wirtschaftskammern Österreichs (24-Stunden-BetreuerInnen) gewürdigt.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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