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    Home»Kunterbunt»Zum Tag des Kaffees nehmen wir mal Koffein unter die Lupe
    (c) Pixabay.com

    Zum Tag des Kaffees nehmen wir mal Koffein unter die Lupe

    30. Sep. 20165 Mins Lesezeit

    Kaffee ist mehr als nur ein Getränk. Kaffee steht für einen guten Start in den Morgen, gemütliche Stunden alleine oder mit Freunden, sinnlichen Genuss – aber auch für den „Koffein-Kick“ zwischendurch. Doch wie viele Tassen sind eigentlich unbedenklich? Und wo ist noch überall Koffein enthalten? Lesen Sie hier einen kurzen Überblick über den „Muntermacher der Nation“.

     

    Vintage: Eine Frau, die Kaffee trinkt. (c) Pixabay.com
    Kaffee trinken hat in Österreich schon lange Tradition.
    Stockerlplatz für den Kaffee

    Am 1. Oktober ist Internationaler Tag des Kaffees Gerade in Österreich hat Kaffee einen besonderen Stellenwert: Mit 250 mL pro Tag liegt Kaffee nach Trinkwasser und Mineralwasser an dritter Stelle der am häufigsten konsumierten Getränke. 8,3 kg Kaffee verbraucht jeder Österreicher pro Jahr und liegt damit weit über dem europäischen Durchschnitt mit knapp 5 kg. Mehr Kaffee trinken nur die Finnen und Norweger.

    Muntermacher Koffein

    Kaffee ist vor allem auch wegen seiner aufputschenden Wirkung beliebt, die er dem Koffein zu verdanken hat. Die bekanntesten natürlichen Quellen sind Kaffee, Kakao, Teeblätter und Kolanüsse. Das Koffein im Tee nannte man früher Teein. Heute ist allerdings klar, dass in Kaffee und Tee der gleiche Wirkstoff enthalten ist.  Allerdings weisen Teeblätter weniger Koffein auf als Kaffeebohnen, zudem ist das Koffein im Tee an Gerbstoffe gebunden. Deswegen setzt die Wirkung verzögert ein und ist etwas schwächer als bei Kaffee. Das Koffein aus dem Kaffee geht rascher ins Blut über, weswegen sich die anregende Wirkung bereits wenige Minuten nach dem Trinken bemerkbar macht.

    Auf die Dosis kommt es an

    Bei moderatem Konsum werden dem Koffein positive Eigenschaften wie Entspannung, Energie, bessere Konzentrationsfähigkeit und erhöhte Aufmerksamkeit zugeschrieben. Negativ kann Koffein ab hohen bis sehr hohen Dosen wirken (Einzeldosen von 400–800 mg Koffein). Dann kann es zB Nervosität, Angst, Aggressivität, Schlafstörungen sowie Herzrasen auslösen. Für die Gesamtaufnahme sind alle Quellen im Auge zu behalten, vor allem bei Kindern. Denn: Bei Koffein denken viele nur an Kaffee, Cola und Energy-Drinks. Aber auch Schwarz- und Grüntee, Eistee und Schokolade enthalten relevante Mengen.

    Dabei haben alle Muntermacher neben dem Koffein noch etwas gemeinsam: Sie sind Genussmittel. Egal ob Kaffee, Tee, heiße Schokolade oder Cola – die Getränke sind nicht zum Durstlöschen gedacht, sondern in Maßen zu konsumieren. Bei Kaffee sollten es nicht mehr als fünf Tassen am Tag sein.

    (c) Pixabay.com
    Koffein ist nicht nur in Kaffeebohnen enthalten.
    Verträglichkeit hängt vom Körpergewicht ab

    Welche täglichen Mengen an Koffein sind unbedenklich? Die Sicherheitsbewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit aus 2015 gibt Aufschluss dazu:

    Für Kinder (3–10 Jahre) und Jugendliche (10–18 Jahre) gelten 3 mg/ kg Körpergewicht als täglich vertretbare Obergrenze. Ein fünfjähriges Kind mit 20 kg liegt daher bei einer Tagesobergrenze von 60 mg Koffein. Das entspricht in etwa einer Dose Eistee (à 330 ml), einer halben Tafel Milchschokolade (à 100 g) oder einer kleinen Tasse Schwarztee (125 ml). Ein 65 kg schwerer Jugendlicher erreicht seine maximale Dosis von 195 mg Koffein mit zwei Dosen Energy-Drinks und einem Espresso.

    In der Schwangerschaft und in der Stillzeit wird zu einer moderaten Koffeinaufnahme geraten. Denn Koffein wird vom Verdauungstrakt rasch aufgenommen und kann die Plazenta frei passieren, dh die Koffeinkonzentration im Blut des Feten gleicht jener der Mutter. Bis zu 200 mg Koffein pro Tag haben keine negativen Folgen für das Kind. Das entspricht in etwa zwei Tassen Kaffee.

    Für Erwachsene (18–65 Jahre) gilt: Pro Tag sind 400 mg Koffein (rund 5,7 mg/ kg Körpergewicht) völlig unbedenklich. Dabei sind Einzeldosen bis zu 200 mg verträglich – auch kurz vor dem Sport. Der Koffeingehalt bei Kaffee und Schokolade weist starke Schwankungsbreiten auf: Dennoch braucht man sich bei bis zu fünf Tassen Kaffee pro Tag keine Sorgen machen.

    Wenn Koffein kurz vor dem Schlafengehen aufgenommen wird, können Einzeldosen von 100 mg bei manchen Erwachsenen das Einschlafen verzögern und die Dauer der Nachtruhe verkürzen.

     
    (c) Pixabay.com
    Zum Kaffee wenn geht immer ein Glas Wasser dazu – das macht schon Sinn :)
    Übrigens: Kaffee entwässert nicht

    Die Geschichte vom Kaffee als Flüssigkeitsräuber beruht auf einem Irrtum. Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge können koffeinhaltige Getränke in der Flüssigkeitsbilanz wie jedes andere Getränk dazu gezählt werden. Denn große Mengen Kaffee führen nur bei jenen Personen zu einer erhöhten Wasserausscheidung, die nicht daran gewöhnt sind. Bei Menschen, die öfter Kaffee trinken, ist der harntreibende Effekt dagegen gering. Das traditionelle Glas Wasser zum Kaffee ist dennoch sinnvoll, schließlich trinken viele insgesamt zu wenig.

    Koffeingehalt in Lebensmittel
    • Espresso 40 mg/ 30 ml Tasse
    • Gebrühter Kaffee/ Filterkaffee 50-167 mg/ 250 ml Tasse
    • Instant-Kaffee 33-117 mg/ 250 ml Tasse
    • Cappuccino 40 mg/ 120 ml Tasse
    • Energy Drinks 80 mg/ 250 ml Dose
    • Schwarztee 42 mg/ 250 ml Tasse
    • Grüntee 36 mg/ 250 ml Tasse
    • Mate-Tee 25-50 mg/ 250 ml Tasse
    • Latte Macchiato 40 mg/ 330 ml Glas
    • Cola 33 mg/ 330 ml Dose
    • Eistee 16-28 mg/ 330 ml Dose
    • Entkoff. Kaffee 3-7 mg/ 250 ml Tasse
    • Halbbitterschokolade 50-110 mg/ 100 g
    • Vollmilchschokolade 3-35 mg/ 100g

    Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch auf forum. ernährung heute.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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