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    Home»Freizeit & Reise»Internet & Technik»Bezahlen per Sprachsteuerung – sind sie [auch] schon bereit dafür?
    Ein Smartphone auf dem Tisch, darüber ein Sprachsteuerung-Symbol mit Sprechblase "Zahlung freigeben". (c) Pixabay.com

    Bezahlen per Sprachsteuerung – sind sie [auch] schon bereit dafür?

    24. Juli 20194 Mins Lesezeit

    Mehr als die Hälfte der Konsumenten (57 Prozent) würden eine Bezahlung per Sprachsteuerung nutzen, um für niedrigpreisige Waren und Dienstleistungen zu bezahlen, so eine neue Studie* im Auftrag der PaysafeGroup. Die Studie ergab auch, dass jeder Zehnte (11 Prozent) bereits seine Identität beim Online-Einkauf von Waren mittels Sprachsteuerung bestätigt hat.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Sprachsteuerung und Passwörter: bequemer und beliebter
    Bezahlen mittels Sprachsteuerung ja, aber nur bei kleinen Beträgen
    Szenario „Würde ich definitiv tun oder offen dafür sein.“
    Über die Studie

    Sprachsteuerung und Passwörter: bequemer und beliebter

    Laut Studie ist mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten der Meinung, dass die Verwendung von sprachaktivierter Technologie schneller und bequemer ist als herkömmliche Zahlungsmethoden. Dies deutet auf eine zunehmende Akzeptanz von sprachaktivierten Systemen im Alltag der Konsumenten hin.

    Fast zwei Drittel (62 Prozent) empfinden mehr Sicherheit bei Online-Zahlungen, wenn eine größere Auswahl an Verifikationsmethoden wie Sprache und Fingerabdruck zur Verfügung steht. Allerdings fühlen sich die meisten Konsumenten (81 Prozent) nach wie vor am wohlsten, wenn beim Zahlungsprozess die Passworteingabe abgefragt wird. Im Vergleich dazu können sich nur 66% vorstellen, auch biometrische Merkmale in Betracht zu ziehen. Eine Identifizierung via Smartphone kommt nur für 52% in Frage.

    Biometrische Methoden zur Identifizierung wie Fingerabdruck oder Iris-Scan setzen auf Merkmale, die für jeden Menschen einzigartig und unverwechselbar sind. Dennoch finden aktuell nur 34% der Österreicher, dass diese Methoden sicherer als andere seien, darunter auch Passwörter. Dabei sind freilich gerade die am häufigsten genutzten Passwörter besonders unsicher. Die am meisten vergebenen Passwörter sind nach wie vor so unsichere Kreationen wie die Zahlenfolgen 123456 und 12345 – sowohl in Österreich (2) als auch in Deutschland und den USA (3).

    Udo Müller, CEO von paysafecard in Wien: „Die ungebrochene Vorliebe der Österreicher für im Grunde unsichere Passwörter zeigt, dass auch wir gefordert sind, den Konsumentinnen und Konsumenten noch besser zu erklären, wie sie Zahlungen im Internet wirklich sicher abwickeln können. Dazu gehören bargeldbasierte Zahlungen ohne Verwendung sensibler finanzieller Daten (also ohne Kreditkarten- oder Kontonummer). Dazu gehören aber auch biometrische Methoden zur Autorisierung von Zahlungen, die in Wahrheit sicherer als jedes noch so ausgeklügelte Passwort sind – einfach, weil biometrische Merkmale jeden Menschen eindeutig identifizieren.“

    Sprachsteuerung und biometrische Daten – ist das die Zukunft im Online-Bereich? (c) Pixabay.com
    Zwei Drittel der befragten Personen können sich vorstellen, sich beim Bezahlen im Internet mittels biometrischer Daten anstatt mittels Passwort zu identifizieren.

    Bezahlen mittels Sprachsteuerung ja, aber nur bei kleinen Beträgen

    Während die Akzeptanz von Sprachsteuerung beim Bezahlen deutlich zunimmt, sind die Konsumenten bei größeren Beträgen noch uneins über die Sicherheit der Sprachtechnologie. So würden beispielsweise nur 18 Prozent gerne einen Urlaub oder Flüge per Spracherkennung bezahlen. Betreffend Sicherheit vertraut etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) darauf, dass die eigenen finanziellen Daten bei der Verwendung von sprachaktivierter Technologie sicher sind. Und fast die Hälfte (45 Prozent) gibt an, dass sie nicht wollen, dass Unternehmen Zugang zu ihren persönlichen biometrischen Daten haben.

    Danny Chazonoff, COO der Paysafe Group, zu den Ergebnissen: „Das Zeitalter der Stimme ist mit dem Aufkommen erschwinglicher und hochfunktionaler intelligenter Lautsprecher zu Hause endgültig angebrochen. Da sich die Konsumenten bei der Nutzung von Sprachdiensten für den Zugang zu Diensten und die Steuerung ihres Hauses immer wohler fühlen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Bestellung von Waren und das Bezahlen per Sprachsteuerung sowohl über intelligente Geräte als auch über Handys in den Mainstream eintritt.“

    Chazonoff ergänzt: „Verständlicherweise sind die Konsumenten mit einer aufkommenden Technologie wie der Sprachaktivierung immer noch besorgt über die Sicherheit. Unsere Forschung zeigt, dass die Konsumenten absehbar anfangen werden, mit kleineren Einkäufen und Dienstleistungen zu experimentieren. Aber das wird sich unweigerlich ändern, wenn die Menschen sich bei der Nutzung der Stimme wohler fühlen. Sobald eine Benutzerbasis aufgebaut ist, wird es nur wenige Jahre dauern, bis wir einen schnellen Anstieg der Nutzung sehen.“

    Szenario „Würde ich definitiv tun oder offen dafür sein.“

    Die Befragten wurden gebeten anzugeben, wie wohl sie sich bei den unten genannten Transaktionen mit einem sprachgesteuerten System wie Alexa für Bestellung und Bezahlung fühlen würden:

    • Anmeldung bei Diensten wie Netflix 45%
    • Zahlung eines Unterhaltungsprogramms zB einen Film 47%
    • wiederkehrende Zahlung zB für Versorgungsunternehmen 44%
    • einmalige Zahlung oder Überweisung zB von Kleidung 44%
    • Bestellung und Bezahlung von Lebensmitteln 39%

    Über die Studie

    *Die jährlich durchgeführte Studie „Lost in Transaction: The end of risk?“ erfasst die aktuellen Ansichten zum Thema Zahlungen weltweit. Dazu wurde im April dieses Jahres 6.197 Online-Interviews mit Teilnehmern aus den USA, Kanada, UK, Deutschland, Österreich und Bulgarien befragt.

    Die Studie können sie HIER als Pdf in Englische Sprache downloaden.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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