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    Home»Pflege & Betreuung»Digitale soziale Innovation: „Alles Clara“ hilft pflegenden Angehörigen
    Grafik: Smartphone mit der "Alles Clara" App. (c) Screenshot

    Digitale soziale Innovation: „Alles Clara“ hilft pflegenden Angehörigen

    26. Sep. 20224 Mins Lesezeit

    In Österreich findet Pflege bis zu 80 Prozent durch Angehörige und oft ohne Einbindung professioneller Dienste statt. Letzten Schätzungen zufolge betreuen und pflegen heute rund 950.000 Personen in Österreich Familienmitglieder oder ihnen nahestehende Personen wie Freundinnen und Freunde oder Nachbarinnen und Nachbarn in deren Alltag – was zumeist sehr herausfordernd und belastend ist.

    Hier sah die Erste Stiftung gemeinsam mit Österreichs Pflegeorganisationen und dem Sozialministerium die Notwendigkeit für eine digitale soziale Innovation wie „Alles Clara – die App, die Pflegen leichter macht“. Diese wurde vor Kurzem anlässlich des Starts bei den Pilotunternehmen an Bord des Donauschiffs MS Kaiserin Elisabeth präsentiert.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Persönlich – praktisch – professionell
    Mitten in der Pilotphase
    Alles Clara-Pilotbetrieb zur laufenden Optimierung an den Bedarf
    Konferenz im Jänner als nächster Schritt
    Hinweis | Service


    Persönlich – praktisch – professionell

    Wer sich um andere Menschen kümmert, macht sich oft auch große und kleine Sorgen. Unzählige Fragen tauchen auf, die schlaflose Nächte bereiten. Herausfordernde Situationen entstehen, die mit viel Bedacht auf alle involvierten Personen gelöst werden müssen. Oft passiert es, dass man mit seinem Latein am Ende ist und buchstäblich „ansteht“. Man hat mehr Fragen als Antworten, mit hoher Unsicherheit und komplexen Herausforderungen. Genau hier setzt „Alles Clara“ an.

    Um dieser Problematik Herr zu werden, haben sich die großen Pflegeorganisationen in Österreich mit großen Unternehmen zusammengeschlossen und „Alles Clara“ ins Leben gerufen – eine App, die genau in solchen Situationen Unterstützung und Halt bietet. Die Beratung in „Alles Clara“ ist dabei persönlich, praktisch und professionell – kostenlos und anonym.

    Gruppenfoto mit Team, das sich über den Start des Pilotbetriebs der App Alles Clara freut.(c) Erste Stiftung/ Joanna Pianka
    Erste Stiftung und Two Next freuen sich gemeinsam mit den Partnern über den Start des Pilotbetriebs der Unterstützungsapp für pflegende Angehörige „Alles Clara“.

    Mitten in der Pilotphase

    Boris Marte, CEO der ERSTE Stiftung, dazu: „Wir haben die Entwicklung von ,Alles Clara‘ im Sommer 2020 mit unserer Innovationseinheit Two Next und Profis von Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz, Volkshilfe und aus der Wissenschaft gestartet. Rund 65.000 Beschäftigte in den Partnerunternehmen der Pilotphase können heute bereits die App nutzen. Mit ihrem Feedback werden sie Teil von ,Alles Clara‘ und helfen dabei, die App während der Pilotphase kontinuierlich zu verbessern – so wirken sie aktiv an einer neuen Sozialdienstleistung für alle Menschen in Österreich mit, die sich um andere kümmern.“

    Alles Clara-Pilotbetrieb zur laufenden Optimierung an den Bedarf

    Projektleiterin Nicole Traxler [Two Next] informiert über den Status quo: „Ratsuchende erhalten über Alles Clara digitale Entlastungs- und Pflegeberatung. Sie treten mit unseren mittlerweile schon 19 besonders geschulten Beraterinnen und Beratern online zu den großen und kleinen Herausforderungen in Austausch. Die diplomierten Pflegekräfte, klinischen Psychologinnen und Psychologen und Psychotherapeutinnen und -therapeuten kommen über Österreichs Hilfsorganisationen. Während der Pilotphase lernen wir alle laufend dazu und verbessern kontinuierlich die App und die Beratungsprozesse. Wir legen dabei einen besonderen Wert darauf, die Privatsphäre zu achten und die Anforderungen des Datenschutzes einzuhalten.“

    Aktuell ist „Alles Clara“ für die Beschäftigten der Partnerunternehmen ÖBB, Erste Bank und 
    Sparkassen, Wiener Städtische, Deloitte, Jank Weiler Operenyi, Magenta, IBM und Coca Cola
    HBC verfügbar. Seit kurzem fördert auch das Sozialministerium das Projekt, das durch die
    Karl Landsteiner Privatuniversität laufend wissenschaftlich begleitet wird. Mit weiteren
    Partnerinnen und Partnern soll die Zahl der Kooperationspartner in den kommenden
    Monaten kontinuierlich steigen.

    Konferenz im Jänner als nächster Schritt

    Ende 2023 soll die App dann im Regelbetrieb für alle Ratsuchende kostenlos zugänglich sein. Schon im Jänner wird die Situation pflegender Angehöriger wieder bei einer Online-Konferenz diskutiert. Auf www.alles-clara.at können sich Interessierte für einen Newsletter registrieren und erhalten dort neben laufenden aktuellen Informationen natürlich auch alle Informationen zur Teilnahme an der Online-Konferenz.

    Sehen sie hier ein kurzes Erklärungsvideo, wie „Alles Clara“ funktioniert:

    Hinweis | Service

    Die App „Alles Clara“ können sie im App-Store oder im Google Playstore downloaden.

    Wir weisen allerdings explizit darauf hin, dass „Alles Clara“ nicht auf Akut- und Notfallhilfe ausgelegt ist. In Krisenfällen wenden sie sich bitte an dafür zuständige Stellen:

    Telefonseelsorge

    Unter der Telefonnummer 142, Montag bis Sonntag, 0-24 Uhr

    Online Chatberatung der Telefonseelsorge per Mail und/ oder Chat, 0-24 Uhr

    Die Telefonseelsorge stellt eine besondere Lebens- und Krisenhilfe dar, die Tag und Nacht das ganze Jahr über erreichbar ist. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos. 

    Rat auf Draht

    Unter der Telefonnummer 147, Montag bis Sonntag, 0-24 Uhr

     Online-Beratung – Anfragen rund um die Uhr möglich, in dringenden Fällen wird aber aufgrund der Wartezeiten unbedingt ein telefonischer Kontakt empfohlen!

    Rat auf Draht ist die österreichische Notrufnummer für Kinder und Jugendliche. Die Nummer ist jederzeit, anonym und kostenlos erreichbar.

    Kriseninterventionszentrum 

    Unter der Telefonnummer 01/ 4069595, Montag bis Freitag 10–17 Uhr 

    Persönliche oder Online-Beratung per E-Mail, Antwort in 24 bis 48 Stunden

    Ambulanz zur Bewältigung von akuten psychosozialen Krisen.

    (Bilder: Screenshot, Erste Stiftung/ Joanna Pianka; Video: Youtube.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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