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    Home»Studien»Studie zeigt: Altersgemischte Teams arbeiten effizienter und erfolgreicher
    Alte und junge Menschen, die ihre Hände aufeinander legen. (c) AdobeStock

    Studie zeigt: Altersgemischte Teams arbeiten effizienter und erfolgreicher

    5. Jan. 20264 Mins Lesezeit

    Angesichts des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und der steigenden Lebenserwartung sehen sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit grundlegenden Fragen rund um eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit konfrontiert. Mit diesem Thema befasst sich der aktuelle Hernstein Management Report in einer repräsentativen Studie. Dafür wurden 1.600 Führungskräfte in Deutschland und Österreich befragt. Laut deren Einschätzung sind sich sowohl jüngere als auch ältere Führungskräfte weitgehend einig, dass altersgemischte Teams effizienter und erfolgreicher arbeiten. Die Generationenkooperation hat in 88 Prozent der befragten Unternehmen Priorität. Die Zusammenarbeit zwischen den Generationen funktioniert in 30 Prozent der Unternehmen ausgezeichnet, in weiteren 55 Prozent gut.

    83 Prozent der befragten Führungskräfte unter 40 Jahren und 86 Prozent der über 40-Jährigen sind der Meinung, dass altersgemischte Teams effizienter und erfolgreicher arbeiten.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Generationsübergreifendes Lernen
    Generationenkooperation hat in Unternehmen Priorität
    Zusammenarbeit zwischen Generationen
    Gemischte Projektteams und Jobaussichten
    Über die Studie


    Generationsübergreifendes Lernen

    „Generationenübergreifendes Lernen kann den Austausch von Erfahrungen, Wissen und Perspektiven zwischen Jung und Alt fördern. Insbesondere durch die Verbindung von digitaler Kompetenz und Lebenserfahrung können Lernprozesse entstehen, von denen alle Beteiligten profitieren“, erklärt Gabriele Fantl, Leitung Vertrieb und Projektmanagement des Bildungsinstituts Hernstein der FHWien der Wirtschaftskammer Wien.

    „Unterschiedliche Einschätzungen gibt es bei der Frage, welche Generation mehr von der anderen lernen kann. So sind über 90 Prozent der älteren Führungskräfte davon überzeugt, dass junge Mitarbeitende viel von älteren Mitarbeitenden lernen können. Umgekehrt stimmt diese Gruppe nur zu 64 Prozent zu, dass ältere Mitarbeitende viel von Jüngeren lernen können“, konkretisiert Fantl.

    Portrait Gabriele Fantl.(c) feelimage.at/ Felicitas Matern
    Gabriele Fantl „Wenn Zusammenarbeit von Vertrauen, Offenheit und Lernbereitschaft getragen ist, arbeiten altersgemischte Teams effizienter und erfolgreicher.“

    Generationenkooperation hat in Unternehmen Priorität

    In 88 Prozent der Unternehmen wird die Zusammenarbeit von jungen und älteren Mitarbeitenden bereits unterstützt. In der Hälfte dieser Gruppe hat diese hohe Priorität. „Dort, wo die Zusammenarbeit zwischen den Generationen besonders gut funktioniert, wird sie auch stärker vom Unternehmen unterstützt. Auffällig ist, dass ältere Führungskräfte der Generationenkooperation oft eine höhere Priorität einräumen. Außerdem nimmt die Priorität mit sinkender Managementebene ab. In Kleinstunternehmen hat es wiederum einen deutlich höheren Stellenwert – vermutlich aufgrund der engen Zusammenarbeit in kleinen Teams“, so Fantl.

    Zusammenarbeit zwischen Generationen

    In drei von zehn Unternehmen funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Generationen ausgezeichnet, in 55 Prozent gut, könnte aber noch besser laufen. In 15 Prozent, also in einem von sieben Unternehmen, funktioniert sie schlecht bis gar nicht.

    „Sechs von zehn Führungskräften nannten in der Befragung kommunikative Missverständnisse als häufigstes Konfliktpotenzial. Rund die Hälfte sah die Ursache in einer gegenseitigen Haltung des „Alles-besser-Wissens“ – Jüngere erleben das bei Älteren, und Ältere bei Jüngeren“, informiert Fantl.

    Gemischte Projektteams und Jobaussichten

    Deutsche Befragte beurteilen die Zusammenarbeit zwischen den Generationen kritischer als jene aus Österreich. „Auf die offene Frage, welche Maßnahmen die Zusammenarbeit zwischen den Generationen unterstützen könnten, wurden unter anderem gemischte Projektteams und Gelegenheiten zum formellen wie informellen Wissensaustausch genannt“, zitiert Fantl aus den Rückmeldungen.

    Aufgrund im Laufe eines [Arbeits-]Lebens erworbener Stärken wurden folgende Tätigkeiten genannt, die sich für ältere Mitarbeitende eignen könnten: Mentoring- oder Coaching-Rollen, Supervision, Senior Consulting oder Wissensmanagement. „In 18 Prozent der befragten Unternehmen besteht heute bereits die Möglichkeit, dass für ältere Personen auch geänderte Tätigkeiten geschaffen werden können. Führungskräfte nannten aber auch Hinderungsgründe, weshalb dies nicht in allen Fällen leicht umsetzbar ist; etwa Anpassungsaufwand, Kostenaspekte oder eingefahrene Strukturen“, so Fantl weiter.

    Fast sechs von zehn Befragten stimmen zu, dass es für Personen über 50 schwieriger ist, im eigenen Unternehmen einen Job zu bekommen. Führungskräfte unter 40 neigen dazu, dieser Aussage stärker zuzustimmen als ältere Befragte. Die Jobchancen älterer Personen in anderen Unternehmen der eigenen Branche werden noch etwas schlechter eingeschätzt. „Im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Immobilienbereich und in der Baubranche sind Führungskräfte positiver eingestimmt“, erklärt Fantl.

    Ein älterer Mann und eine jüngerer mit Kaffeetassen in den Händen beim Plaudern auf dem Gang, Stichwort altersgemischte Teams.(c) AdobeStock
    Altersgemischte Teams profitieren gegenseitig voneinander mit dem Resultat, dass sie effizienter und somit auch erfolgreicher arbeiten.

    Über die Studie

    Der Hernstein Management Report erhebt seit über 20 Jahren ein jährliches Stimmungsbild unter Führungskräften und Unternehmerinnen und Unternehmern. Befragte Personen: 1.600 Führungskräfte sowie Unternehmerinnen und Unternehmer, davon 1.000 in Deutschland und 600 in Österreich. Maximale Schwankungsbreite: +/ – 2,5 Prozent. Befragungsart: Online-Befragung, durchgeführt von Triple M Matzka Markt- und Meinungsforschung.

    Eine detaillierte Abhandlung der Ergebnisse des Reports finden sie HIER.

    Über Hernstein

    Hernstein stärkt seit 60 Jahren Leadership- und Management-Kompetenzen und begleitet Führungskräfte sowie Unternehmen auf ihrem Weg zum Erfolg. Das Angebot von Hernstein umfasst vielfältige Trainings und Programme sowie maßgeschneiderte Lösungen für Unternehmen. Seit 2023 ist Hernstein, eine Bildungsmarke der Wirtschaftskammer Wien, Teil der FHWien der WKW, der führenden Fachhochschule für Management und Kommunikation.

    (Bilder: AdobeStock, feelimage.at/ Felicitas Matern, AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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