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    Home»Pflege & Betreuung»Pflegeroboter – Einblicke in die Forschung zu Robotik in der Pflege
    Ein Pflegeroboter in einem arrangierten Zimmer in einem Museum. (c) Technisches Museum Wien

    Pflegeroboter – Einblicke in die Forschung zu Robotik in der Pflege

    3. Okt. 20224 Mins Lesezeit

    Der Einsatz von Pflegerobotern ist ein viel diskutiertes Zukunftsszenario. Einerseits könnte es ein wichtiges Werkzeug sein, um einer alternden Bevölkerung ein selbstbestimmtes Leben in gewohnter Umgebung zu ermöglichen. Andererseits besteht auch die Befürchtung, dass pflegebedürftige Menschen dadurch zunehmend vereinsamen und ins soziale Abseits gedrängt werden. Während die technologische Weiterentwicklung von Pflegerobotern voranschreitet, finden sie in der Praxis dennoch nur wenig Einsatz.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Was wollen wir von Pflegerobotern?
    Einblick und Teilhabe in den Forschungsprozess
    Der Science Corner bietet eine Museumsbühne für aktuelle Forschung der TU Wien
    Mit Technik unsere Zukunft mitgestalten
    Service


    Was wollen wir von Pflegerobotern?

    Um die Akzeptanz der Technologie zu gewährleisten, müssen Pflegeroboter entsprechend den Bedürfnissen der Anwenderinnen und Anwender neu gedacht werden. Deswegen untersucht das Forschungsprojekt „Caring Robots“ die möglichen Rollen von Robotern im komplexen Kontext der [mobilen] Pflege und legt dabei besonderes Augenmerk auf die Einbeziehung der betroffenen Gruppen. Welche Konsequenzen hat ein Pflegeroboter auf die Lebensqualität, Würde und Autonomie der Betreuten? Welche Auswirkungen hat die technische Unterstützung von Pflegeabläufen für die Pflegenden? Und wie soll dies menschengerecht, gesellschaftlich sinnvoll und technisch machbar gestaltet werden?

    Die komplexen Fragestellungen, die die Bereiche Robotik, Sozialwissenschaften und Informatik vereinen, verlangen ein transdisziplinäres Forschungsteam. Neben den Forschenden der Technischen Universität Wien und der Universität Salzburg und der Caritas Wien, dem Praxispartner für Pflege, ist auch das Technische Museum Wien als außeruniversitärer Forschungspartner in das Forschungsprojekt involviert und agiert als Schnittstelle mit der Öffentlichkeit, um den gesellschaftlichen Diskurs zum Thema anzuregen.

    Einblick und Teilhabe in den Forschungsprozess

    Aus diesem Grund wird im Science Corner des Technischen Museums Wien nicht nur die brisante Thematik von Pflegerobotern eingehend beleuchtet, sondern es werden auch erste Schritte des fünfjährigen Forschungsvorhaben offengelegt. Dabei sind Museumsbesucherinnen und -besucher auch zur Teilhabe und Mitgestaltung aufgerufen. Sie können in einer kurzen Umfrage wichtige Impulse für das laufende Forschungsprojekt, das im Zuge des Pilotprogramms #ConnectingMinds von FWF – Der Wissenschaftsfonds finanziert wird, geben. Zusätzlich werden im Science Corner auch die Forschenden präsentiert, wodurch Besucherinnen und Besucher mehr über die unterschiedlichen Berufsfelder und Karrierewege in Wissenschaft und Forschung erfahren.

    Der Science Corner bietet eine Museumsbühne für aktuelle Forschung der TU Wien

    Der seit wenigen Monaten eröffnete Science Corner im Technischen Museum Wien gibt in einer zweimal jährlich wechselnden Präsentation aktuellen Forschungsprojekten der Technischen Universität Wien eine Bühne. Den Startschuss machte das Thema Industrie 4.0, wo mit dem Austrian Center for Digital Production der TU Wien gezeigt wurde, welche Optimierungsansätze zur intelligenten Vernetzung von Maschinen und Abläufen eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft ermöglichen.

    Ziel des Science Corners und der Kooperation mit der TU Wien ist, Besucherinnen und Besuchern die unterschiedlichen Facetten der dynamischen österreichischen Forschungslandschaft näherzubringen und zu zeigen, an welchen zukunftsweisenden Technologien derzeit gearbeitet wird. Zentrale Leitfragen sind: Welche technischen Innovationen werden unseren Alltag, unsere Mobilität, unsere Industrie oder unsere Kommunikation in Zukunft beeinflussen?

    Entsprechend den Leitlinien des Museums mit Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit werden im Science Corner Forschungsprojekte vorgestellt, die mithilfe von zukunftsweisenden Technologien gesellschaftlich relevante Fragestellungen aufgreifen. „Mit dem Science Corner präsentieren wir Forschung und Technik am Puls der Zeit und zeigen, wie den großen Herausforderungen unserer Zeit mit visionären Ideen und innovativen Lösungsansätzen begegnet werden kann. Damit wollen wir vor allem auch junge Menschen für eine Karriere in der Forschung begeistern, denn im zukunftsweisenden MINT-Bereich [Anmerkung: MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik] können sich kreative und findige Köpfe gesellschaftlich wirksam einbringen“, erklärt Generaldirektor Peter Aufreiter.

    Prototyp eines Pflegeroboters.
(c) Technisches Museum Wien
    Prototyp eines Pflegeroboters von der TU Wien.

    Mit Technik unsere Zukunft mitgestalten

    Da hinter technischen Entwicklungen und fortschrittlicher Forschung immer auch Menschen stehen, die diese gestalten und prägen, holt der Science Corner auch die Forschenden vor den Vorhang. In Videoinstallationen und der stetig wachsenden Forscher•innen-Galerie können Besucherinnen und Besucher umfassende Eindrücke von deren Forschungsalltag erlangen und erleben die faszinierende Vielfalt an wissenschaftlichen Karrieren in der Forschung. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dieser Kooperation eine zusätzliche Möglichkeit haben, Einblicke in die TU Wien zu ermöglichen und Technikforschung besser greifbar zu machen. Technik gehört nicht nur zu unserem Alltag, wir gestalten mit ihr unsere Zukunft mit und sie bietet eine Vielzahl verschiedenster Karriereoptionen“, lädt Sabine Seidler, Rektorin der TU Wien, zum Besuch ein.

    Service

    Mehr Informationen zur aktuellen Präsentation „Caring Robots“ im Science Corner finden sie HIER.

    Informationen zur vergangenen Präsentation „Vernetzung Mensch-Maschine“ finden sie HIER.

    (Bilder: Technisches Museum Wien; Video: Youtube.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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