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    Home»Studien»Gesundheitsbericht: Österreicher•innen leben länger und länger gesund
    Ein älteres Paar mit einem Picknickkorb, den der Mann aus einem Auto holt. (c) AdobeStock

    Gesundheitsbericht: Österreicher•innen leben länger und länger gesund

    11. Jan. 20244 Mins Lesezeit

    Frauen und Männer in Österreich leben seit 2005 durchschnittlich jeweils 2 bzw. 2,9 Jahre länger. Sie bleiben auch länger gesund: Männer verbringen 7,4, Frauen 7,8 Lebensjahre mehr in guter Gesundheit als noch 1991. Das zeigt der 2. österreichische Gesundheitsbericht, der vor kurzem vom Gesundheitsministerium veröffentlicht wurde. Die Studie gibt einen Überblick über die gesundheitliche Lage der Bevölkerung und die Gesundheitsversorgung in Österreich.

    Nichtsdestotrotz gibt es Handlungsbedarf: Rund zwei Drittel der Menschen in Österreich leiden unter chronischen Krankheiten. Jede bzw. jeder Zweite verfügt über eingeschränkte Gesundheitskompetenz. Personen mit niedrigem Einkommen und formaler Bildung sind überdurchschnittlich betroffen. „Gesundheit darf keine Frage des Einkommens sein. Umso wichtiger ist es, dass wir mit der Gesundheitsreform die Versorgung mit Kassenärzt•innen verbessern und zusätzliche Mittel in Gesundheitsförderung und Prävention investieren“, betont Gesundheits- und Sozialminister Johannes Rauch.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Daten aus dem Gesundheitsbericht als Basis für Investitionsentscheidungen ins Gesundheitssystem
    Hohe Belastung in der Bevölkerung durch chronische Krankheiten
    Stellschraube Gesundheitskompetenz
    Einkommen und Bildung beeinflussen Gesundheitszustand maßgeblich
    Service


    Daten aus dem Gesundheitsbericht als Basis für Investitionsentscheidungen ins Gesundheitssystem

    Der österreichische Gesundheitsbericht wird im Auftrag des Gesundheitsministeriums von der Gesundheit Österreich GmbH [GÖG] erstellt. Er beleuchtet die gesundheitliche Situation und die Versorgung der Menschen in Österreich, untersucht die Lebensbedingungen der Bevölkerung und zeigt Zusammenhänge mit der Gesundheit auf. Dadurch ermöglicht er datenbasierte Entscheidungen zu Investitionen ins österreichische Gesundheitssystem, zu Gesundheitsförderung und Prävention. Der aktuelle Bericht zeigt Entwicklungen seit dem Jahr 2005. Er bezieht sich auf Daten des Jahres 2019, in vielen Bereichen werden auch die Jahre 2020 und 2021 einbezogen.

    Hohe Belastung in der Bevölkerung durch chronische Krankheiten

    Die Lebenserwartung von Männern stieg im untersuchten Zeitraum von 2005 bis 2019 um 2,9 auf 79,5 Jahre, für Frauen um 2,0 auf 84,2 Jahre. Aufgrund der Covid-19-Pandemie sank die Lebenserwartung 2020 und 2021 bei Männern um 0,7 Jahre, bei Frauen um 0,5 Jahre.

    Knapp 66 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren leiden an einer chronischen Erkrankung oder Gesundheitsproblemen. Sie sind großteils auf einen ungesunden Lebensstil zurückzuführen, etwa unzureichende Bewegung, eine unausgewogene Ernährung und Alkohol- sowie Nikotinkonsum. Zu den häufigsten chronischen Krankheiten und Gesundheitsproblemen in Österreich zählen unter anderem chronische Rückenschmerzen [26 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren], Allergien [20 Prozent], chronische Nackenschmerzen [20 Prozent], Arthrose [13 Prozent], chronische Kopfschmerzen [8 Prozent], Diabetes [6 Prozent], Depression [6 Prozent], chronische Bronchitis/ COPD [5 Prozent] sowie Asthma [4 Prozent].

    Ein älteres Paar beim Laufen.(c) AdobeStock
    Sport und Bewegung sind erwiesener Maßen einem längeren und gesünderen Leben äußerst zuträglich.

    Stellschraube Gesundheitskompetenz

    In Summe führen chronische Erkrankungen dazu, dass Frauen derzeit 19,5 und Männer 16,4 Lebensjahre in mittelmäßiger bis schlechter Gesundheit verbringen. Insgesamt können männliche Neugeborene seit 2019 mit 63,1 Jahren, weibliche Neugeborene mit 64,7 Lebensjahren in guter Gesundheit rechnen. Das ist ein Anstieg von über sieben Jahren seit dem Jahr 1991.

    Auch die Gesundheitskompetenz der Österreicherinnen und Österreicher – das Wissen, die Motivation und die Fähigkeit, gesundheitsbezogene Informationen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und anzuwenden – ist nach wie vor ausbaufähig. Fast jede•r Zweite hat Schwierigkeiten im Umgang mit Gesundheitsinformationen und -angeboten. Besonders große Herausforderungen bestehen beim Umgang mit digitalen Informationen und bei der Navigation im Gesundheitssystem. Immerhin: Der Anteil der Menschen mit ausreichender bis ausgezeichneter Gesundheitskompetenz stieg seit 2011 von 48 Prozent auf 53 Prozent.

    Einkommen und Bildung beeinflussen Gesundheitszustand maßgeblich

    Die Studie zeigt auch den großen Einfluss von Einkommen und Bildung auf die Gesundheit. Personen mit geringer formaler Bildung oder niedrigem Haushaltseinkommen haben eine geringere Lebenserwartung und verbringen mehr Lebensjahre in mittelmäßiger oder schlechter Gesundheit. Sie sind häufiger chronisch krank, haben mehr Einschränkungen im Alltag und eine geringere Lebensqualität.

    So haben Männer und Frauen mit Pflichtschulabschluss eine Lebenserwartung von 76,7 bzw. 82,7 Jahren, Personen mit Matura oder höherem Bildungsabschluss eine von 83,2 bzw. 86,4 Jahren. Dieser Unterschied ist vor allem auf einen ungünstigeren Lebensstil, eine benachteiligte Lebenssituation und eine geringe Inanspruchnahme von Früherkennung und medizinischer Versorgung zurückzuführen. Vorsorgeuntersuchungen werden derzeit insgesamt nur von rund 15 Prozent der Menschen genutzt – Tendenz leicht steigend.

    „Als Gesundheits- und Sozialminister ist für mich klar: Es darf keine Frage des Einkommens oder des Bildungsabschlusses sein, ob ich ein langes, gesundes Leben führe. Gerade deswegen rüsten wir im Zuge der beschlossenen Gesundheitsreform nicht nur die medizinische Versorgung für die kommenden Generationen, sondern investieren jährlich 60 Millionen in Gesundheitsförderung und Präventionsprogramme.“, betont Gesundheitsminister Rauch.

    Gesundheitsminister Johannes Rauch.(c) BMSGPK/ Mona Heinrich
    Gesundheitsminister Rauch investiert jährlich 60 Millionen Euro in Gesundheitsförderung und Präventionsprogramme.

    Service

    Den vollständigen 2. österreichischen Gesundheitsbericht können sie HIER als Pdf abrufen und downloaden.

    (Bilder: AdobeStock (2x), BMSGPK/ Mona Heinrich)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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