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    Home»Pflege & Betreuung»Demenz»„Volkskrankheit Alzheimer“ – Fokus auf Früherkennung & Prävention
    Die Hände eines Mannes, der bei einem gezeichneten Kopf mit Gehirn selbiges beginnt auszuradieren. (c) AdobeStock

    „Volkskrankheit Alzheimer“ – Fokus auf Früherkennung & Prävention

    1. Aug. 20225 Mins Lesezeit

    Die „Volkskrankheit Alzheimer“ ist am Vormarsch – mit weitreichenden Folgen für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem. Alzheimer-Demenz entwickelt sich weitgehend unbemerkt von der öffentlichen Aufmerksamkeit zu einer immer größeren Herausforderung für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem. Schätzungen zufolge sind gegenwärtig über 147.000 Menschen in Österreich von Demenz betroffen [1]. Die meisten von ihnen, etwa zwei Drittel, leiden unter der Alzheimer-Krankheit [2].

    Aus diesem Grund hat Biogen Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Disziplinen der Alzheimer-Versorgung eingeladen, im Zuge des Weißbuchs „Volkskrankheit Alzheimer – Wie Früherkennung und Prävention zum besseren Umgang mit der Erkrankung beitragen können“ Perspektiven und Empfehlungen einzubringen, wie künftig mit der Erkrankung umgegangen werden soll. Diese Bestandsaufnahme der aktuellen Situation beinhaltet zudem auch Handlungsempfehlungen an die [Gesundheits-]Politik.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Vielfältige Perspektiven auf ein komplexes Problem
    Prävention und Früherkennung entscheidend
    Enttabuisierung vorantreiben
    Handlungsempfehlungen in die Umsetzung bringen
    Service


    Vielfältige Perspektiven auf ein komplexes Problem

    Über 20 Vertreterinnen und Vertreter aus den verschiedensten Bereichen, von Medizin und Sozialversicherung, über Wirtschaftsforschung und Sozialpartner bis hin zu Seniorenvertretungen und Patientenorganisationen, zeigen in ihren Beiträgen eine Vielfalt an Perspektiven auf, wie wir durch Prävention und Früherkennung dazu beitragen können, das Gesundheitssystem auf die stark ansteigende Alzheimer-Prävalenz vorzubereiten.

    „Als Unternehmen, das sich der Erforschung von neurologischen Erkrankungen verschrieben hat, sehen wir es als unsere Aufgabe, nicht nur laufend an Therapieoptionen für Alzheimer zu forschen, sondern auch als Partner im Gesundheitssystem Aufklärung voranzutreiben. Sensibilisieren, aufmerksam machen, Verständnis schaffen – darum geht es auch im Weißbuch, mit dem wir einen Beitrag für die bestmögliche Versorgung der österreichischen Bevölkerung leisten möchten“, erläutert Dr. Michael Kreppel-Friedbichler, Geschäftsführer Biogen Austria.

    Eine Frau, die einem alten Mann mit Alzheimer die Hände hält, Stichwort Volkskrankheit Alzheimer.(c) AdobeStock
    In Österreich sind aktuell fast 150.000 Menschen von der „Volkskrankheit Alzheimer“ betroffen – Tendenz steigend!

    Prävention und Früherkennung entscheidend

    So unterschiedlich die Blickwinkel der Expertinnen und Expterten sind, einig sind sich alle, dass ein wesentlicher Schlüssel im künftigen Umgang mit der Erkrankung, in der Prävention und Früherkennung liegt.

    „Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig und kann den Krankheitsverlauf erheblich beeinflussen. Leider vergeht oft wertvolle Therapiezeit, da der Zeitraum zwischen den ersten Symptomen und der Diagnose zu lange dauert. Die weit verbreitete Meinung, ‚man kann eh nichts gegen Demenz tun‘, gilt nicht mehr!“, so Univ.-Prof. Dr. Peter Dal-Bianco, Präsident der Österreichischen Alzheimergesellschaft.

    Des Weiteren betont Dal-Bianco: „Ziel ist es, überall in Österreich die zeitgerechte Diagnose, Behandlung und Unterstützung und Versorgung von Menschen mit Demenz in gleicher Qualität zu gewährleisten. Das beginnt bei der Hausärztin, dem Hausarzt, der•die oft die erste kompetente Ansprechperson ist und die Patient•innen bei Bedarf an einen Nervenfacharzt, Nervenfachärztin weiterleiten kann.“

    Mag. Kurt Schalek, Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik Arbeiterkammer Wien, ergänzt: „Die intensive interprofessionelle Zusammenarbeit der verschiedenen Gesundheits- und Sozialberufe ist ein Schlüsselfaktor für die frühzeitige diagnostische Abklärung, die bedarfsgerechte Behandlung sowie für entsprechende Betreuung und Pflege. Breite Kooperation sichert die bestmögliche Lebensqualität für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.“

    Nicht zuletzt führen Prävention und Früherkennung zu Entlastungen im Gesundheitssystem, denn sie kosten das Gesundheitssystem weniger als die Demenzversorgung und die Folgen der Erkrankung. Auch deshalb müssen diese Themen als dringende Priorität in den gesundheitspolitischen Agenden verankert werden.

    Enttabuisierung vorantreiben

    Eine frühe Diagnose ist aufgrund der anhaltenden Stigmatisierung immer noch eine Ausnahme. Zu groß ist die Angst vor der Diagnose und den damit verbundenen Konsequenzen, weshalb Patientinnen und Patienten häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert werden. Eine zentrale Forderung der Expertinnen und Experten sind daher verstärkte Bewusstseinsbildung und Aufklärungskampagnen gegen die Tabuisierung als zwei der größten Hindernisse, um den Verlauf der Alzheimer-Krankheit zu verändern.

    Antonia Croy, Präsidentin der Patientenorganisation Alzheimer Austria dazu: „Demenz und Alzheimer sind immer noch mit Tabus behaftet und bedürfen eines neuen positiveren Bildes in unserer Gesellschaft. Aus Berichten von betroffenen Menschen wissen wir, dass eine Demenz Diagnose häufig von einer beklemmenden Unsicherheit erlöst und Raum gibt, die nächsten Schritte zu planen. Die Bestätigung der Diagnose bewirkt bei den Betroffenen, dass die oft seltsam erscheinenden begleitenden Krankheitssymptome einen Namen bekommen und hilft auch Angehörigen und Bekannten, Verständnis für den betroffenen Menschen zu zeigen.“

    Gruppenbild: Michael Kreppel-Friedbichler, Antonia Croy, Peter Dal-Bianco, Kurt Schalek.(c) Biogen/ Csaky
    v.l.n.r. Michael Kreppel-Friedbichler, Antonia Croy, Peter Dal-Bianco, Kurt Schalek.

    Handlungsempfehlungen in die Umsetzung bringen

    Die im Jahr 2015 erarbeitete österreichische Demenzstrategie war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsorientierten Demenz-Versorgung. Das Weißbuch ist ein weiterer Schritt in diese Richtung und soll als Ausgangspunkt eines breiteren öffentlichen Dialogs dienen. Dieser sollte zum Ziel haben, die im Weißbuch erarbeiteten Handlungsempfehlungen in die Umsetzung zu bringen, um so der Volkskrankheit Alzheimer ihr Stigma zu nehmen.

    Service

    Das Weißbuch „Volkskrankheit Alzheimer“ können sie HIER als PDF kostenlos downloaden. Auf Wunsch können sie auch ein gedrucktes Exemplar unter austriainfo@biogen.com anfordern.

    Über Biogen

    Als Pionier in den Neurowissenschaften erforscht, entwickelt und vermarktet Biogen weltweit innovative Arzneimittel für Menschen mit schweren neurologischen Erkrankungen und in verwandten Therapiefeldern. Biogen wurde 1978 als eines der ersten globalen Biotechnologieunternehmen von Charles Weissmann, Heinz Schaller, Kenneth Murray und den späteren Nobelpreisträgern Walter Gilbert sowie Phillip Sharp gegründet. Heute verfügt Biogen über das umfangreichste Medikamenten-Portfolio zur Behandlung der Multiplen Sklerose [MS], die erste zugelassene krankheitsmodifizierende Therapie gegen spinale Muskelatrophie [SMA] und vertreibt Biosimilars von hochentwickelten Biologika.

    Das Unternehmen fokussiert sich auf die Weiterentwicklung seiner Forschungsprogramme in den Neurowissenschaften, die den Behandlungsstandard in Bereichen mit hohem ungedecktem Bedarf für Patient•innen verändern könnten. Seit 1997 ist das Unternehmen mit einer Niederlassung in Österreich vertreten.

    Quellenangaben

    [1] Volkswirtschaftliche Kosten von Demenz in Österreich, IHS, Nov. 2021, S. 5, aufgerufen am 15.7.2022

    [2] https://bityl.co/DKQP; aufgerufen am 15.7.2022

    (Bilder: AdobeStock (2x), Biogen/ Csaky)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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