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    Home»Pflege & Betreuung»Demenz»DEMENZ UND ICH – Wissen und Hilfe für Menschen mit Demenz
    Das Profil eines Kopfes mit Punkten, wobei die des Hinterkopfes wegfliegen. (c) Pixabay.com

    DEMENZ UND ICH – Wissen und Hilfe für Menschen mit Demenz

    19. Nov. 20194 Mins Read

    In Österreich leiden rund 130.000 Menschen unter Demenz. Eine oft kaum bewältigbare Herausforderung für die Angehörigen, die in den meisten Fällen die Betreuung übernehmen. Die Kampagne „DEMENZ UND ICH“ von MINI MED Studium, MAS Alzheimerhilfe und Österreichischer Gesellschaft vom Goldenen Kreuze (ÖGGK) soll allen Betroffenen Wissen, Unterstützung und Erleichterung bieten.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    DEMENZ UND ICH – 45.000 Neuerkrankungen in den nächsten zehn Jahren
    Enorme Belastung für die Angehörigen
    Schwerpunktveranstaltungen für Angehörige von Demenzkranken
    Service


    DEMENZ UND ICH – 45.000 Neuerkrankungen in den nächsten zehn Jahren

    Das Programm der ÖGGK fokussiert dabei vor allem auf die Angehörigen von Demenzkranken Personen, um diese in ihrer herausfordernden Aufgabe zu unterstützen. Der Hintergrund: Acht von zehn Menschen mit Demenz werden zu Hause von Partnerinnen/ Partnern oder Familienmitgliedern gepflegt.

    Demenz ist derzeit ein brisantes Thema. Nicht ohne Grund: Aktuell leiden – wie erwähnt – 130.000 Menschen in Österreich an Demenz. Bis zum Jahr 2030 soll die Zahl laut Expertinnen und Experten auf rund 175.000 steigen. Und für das Jahr 2050 wird gar eine Verdoppelung auf mehr als eine viertel Million Demenz-Erkrankungen prognostiziert, sprich es könnte jede/ jeder zwölfte Österreicherin/ Österreicher über 60 davon betroffen sein.

    Deshalb wird die ÖGGK auf diesem Gebiet aktiv und unterstützt als Kooperationspartner das Projekt DEMENZ UND ICH, das vom MINI MED Studium gemeinsam mit der MAS Alzheimerhilfe ins Leben gerufen wurde.

    Demenz und ich – In der Mitte ein alter Mann, der sich mit der Hand den Kopf hält. Darum herum Bilder von ihm, die ihn verzweifelt und deprimiert zeigen. (c) Pixabay.com
    Demenzerkrankungen sind für Betroffene UND auch für deren Angehörige eine große Herausforderung und Belastung. Das Programm „DEMENZ UND ICH“ hilft ihnen, diese besser zu bewältigen und besser damit umzugehen.

    Enorme Belastung für die Angehörigen

    Viele der „privaten“ Betreuerinnen und Betreuer gehen dabei psychisch und physisch an ihre Grenzen – und oft auch darüber hinaus. Denn Demenzkranke Menschen verlieren durch das Absterben von Gehirnzellen wichtige kognitive Fähigkeiten. Das hat unter anderem zur Folge, dass sie ihren Alltag immer weniger selbstständig bewältigen können.

    Aber auch die emotionalen und sozialen Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten verändern sich, und es können sich ungewöhnliche Verhaltensweisen entwickeln – das reicht von planlosen Aktivitäten wie ständiges Ein- und Ausräumen der Tasche oder Dinge wegräumen bzw. verstecken über den ungewöhnlichen Gebrauch von Schimpfwörtern oder Gewaltandrohung bis hin zu Weinerlichkeit und Schlafstörungen – Verhaltensweisen, die von den betreuenden und pflegenden Personen Einfühlungsvermögen, Geduld, aber auch Wissen über den richtigen Umgang erfordern. Durch gezielte Behandlung, individuelle Betreuung und spezielles Training können jedoch die Entwicklung einer Demenzerkrankung verlangsamt und die gesamte Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.

    Neben all der Angst und Verzweiflung in Fällen von Demenz gibt es immer auch positive Erlebnisse und Erfahrungen, die aufzeigen, dass ein gutes Leben mit Demenz möglich ist. Das setzt allerdings voraus, möglichst viel über diese Erkrankungen zu wissen. Für Angehörige ist es daher sehr wichtig, mehr über die verschiedenen Krankheitsstadien von Demenz zu erfahren und nicht zuletzt darüber, wie sie den Betroffenen bestmöglich beistehen können.

    Schwerpunktveranstaltungen für Angehörige von Demenzkranken

    Aus diesem Grund bietet die ÖGGK im Rahmen ihres Programms ganz spezielle Schwerpunktveranstaltungen: Im ersten Quartal 2020 ist das etwa ein Gedächtnistraining-Seminar mit der akademischen Gesundheits- und Pflegeberaterin Elisabeth Hahn.

    Weiters findet ein maßgeschneidertes Konzert des Glasscherben Musikvereins statt, da Musik für Menschen mit Demenz nachweislich fördernd wirkt. Selbst wenn Vieles vergessen ist, bleiben Melodien von früher in Erinnerung und helfen dabei, andere Erinnerungen und Fähigkeiten ins Bewusstsein zurückzurufen.

    Und nicht zuletzt wird eine Spezialführung durch die Ausstellung der tschechischen Outsider-Künstlerin Anna Zemánková organisiert. Kuratorin Angela Stief wird dabei auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Vergesslichkeit bzw. Demenz eingehen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Begleitung der klinischen Seelsorgerin und Psychotherapeutin Katharina Schoene in Anspruch zu nehmen und sich zusätzliche Informationen zu holen.

    Eine Computertastatur mit leeren Tasten. (c) Pixabay.com
    Bei Demenzerkrankungen verschwinden nach und nach die Erinnerungen bzw. die kognitiven Fähigkeiten.

    Service

    Mehr Informationen über das Projekt DEMENZ UND ICH sowie über Demenz als Erkrankung erfahren sie online unter www.oeggk.at/demenzundich bzw. unter www.minimed.at/demenzundich.

    Hier steht ihnen auch das rund 80-Seiten starke Wissensheft „DEMENZ UND ICH – Hilfe für Angehörige“ zum Download zur Verfügung – denn nur wer über die Krankheit Bescheid weiß, kann zeitgerecht eine Betreuung planen und seine [eigene] Hilflosigkeit überwinden bzw. vermeiden.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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