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    Home»Pflege & Betreuung»Demenz»Demenz geht uns alle an: Stadt Wien präsentiert »Vorzeige« Strategie
    Zwei alte Frauen haben Spaß beim Mensch ärgere dich nicht Spielen. (c) AdobeStock

    Demenz geht uns alle an: Stadt Wien präsentiert »Vorzeige« Strategie

    28. Apr. 20224 Mins Lesezeit

    Im Rahmen eines Netzwerktreffens präsentierte der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker gemeinsam mit der Senior•innenbeauftragten der Stadt Wien, Sabine Hofer-Gruber, die Wiener Demenzstrategie. Damit ist Wien die erste Stadt mit einer eigenen Strategie, die sich insbesondere mit den Herausforderungen einer Großstadt in Bezug auf Demenz auseinandersetzt.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Prognosen sagen Verdoppelung der Demenzbetroffenen bis 2050 voraus
    Wien soll eine der demenzfreundlichsten Städte der Welt werden
    Vier Handlungsfelder
    Bewusstsein für die Herausforderungen schaffen
    Hintergrundinformation – über die Plattform Demenzfreundliches Wien


    Prognosen sagen Verdoppelung der Demenzbetroffenen bis 2050 voraus

    Rund 30.000 Wienerinnen und Wiener sind aktuell von Demenz betroffen. Für das Jahr 2050 rechnen Prognosen mit einer Verdoppelung, also rund 60.000 Betroffenen – und zwar allein in Wien. Für ganz Österreich werden laut Prognosen die Zahlen von aktuell 130.000 Betroffenen auf über 250.000 steigen.

    Die Diagnose Demenz stellt Betroffene und deren Bezugspersonen vor immens große Herausforderungen, die oft mit Stigmatisierung einhergehen. Die Stadt bietet mit der nun vorgestellten Wiener Demenzstrategie allen Akteurinnen und Akteuren Orientierung, um die bestehenden Angebote für ein gutes Leben mit Demenz weiterzuentwickeln.

    Die Hand einer Frau, die sich Röntgenbilder eines Gehirns anschaut.(c) AdobeStock
    Demenz ist eine Kombination von Symptomen des zunehmenden Abbaus kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten und nach wie vor nicht heilbar.

    Wien soll eine der demenzfreundlichsten Städte der Welt werden

    Peter Hacker, Wiener Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport: „Neben guter medizinischer Versorgung und pflegerischer Betreuung ist es ganz zentral, die Selbstständigkeit und Selbstbestimmung von Menschen mit Demenz zu erhalten und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben so lange wie möglich zu gewährleisten. Auf Basis der Wiener Demenzstrategie werden in den nächsten Jahren Lösungen erarbeitet und weitere Angebote geschaffen – mit dem klaren Ziel, 2035 eine der demenzfreundlichsten Städte der Welt zu sein.“

    Vier Handlungsfelder

    Bewusstseinsbildung, Lebensorte, Teilhabe und Unterstützungsangebote sind die vier Handlungsfelder, die von Expertinnen und Experten aus rund 70 Organisationen und den demenzfreundlichen Bezirken gemeinsam mit Betroffenen und Bezugspersonen erarbeitet wurden. Koordiniert wurde die Entwicklung der Wiener Demenzstrategie im Rahmen der Plattform Demenzfreundliches Wien vom Team der Senior•innenbeauftragten der Stadt Wien, Sabine Hofer-Gruber.

    Ein Projekt aus dem Bereich der Unterstützungsangebote sind die sogenannten Freizeitbuddys, die Freiwillige und Demenzbetroffene für gemeinsame Freizeitaktivitäten zusammenbringt. Zur Bewusstseinsbildung trägt unter anderem der #demenzstreifzug, die Informationskampagne der Plattform Demenzfreundliches Wien, bei. „Die Wiener Demenzstrategie greift die wichtigsten Lebensbereiche auf, beschreibt die Situation von Menschen mit Demenz in der Stadt und definiert, wie die Stadt Wien für sie noch lebenswerter werden kann. Besonders dankbar bin ich den vielen Menschen, die an der Entwicklung der Wiener Demenzstrategie beteiligt waren und auch weiterhin gemeinsam mit uns ein demenzfreundliches Wien gestalten,“ so Hofer-Gruber.

    Bewusstsein für die Herausforderungen schaffen

    Kern der Wiener Demenzstrategie ist die Bewusstseinsbildung für die Herausforderungen, mit denen von Demenz Betroffene tagtäglich konfrontiert sind. „Damit schaffen wir Solidarität zwischen allen Bürgerinnen und Bürgern,“ so Stadtrat Hacker. „Bewusstsein fördert die Teilhabe von Betroffenen und ihren Bezugspersonen in ihrem direkten Lebensumfeld. Bewusstsein schafft neue Möglichkeiten und führt zu einem niederschwelligen Zugang zahlreicher Unterstützungsangebote – und es ist essenziell, um Wien am Ende des Tages noch demenzfreundlicher zu gestalten.“

    Die Idee und das Ziel der Wiener Demenzstrategie lautet auf den Punkt gebracht: „Ein gutes Leben mit Demenz. Gemeinsam. In einer solidarischen Gesellschaft.“ Dabei ergänzt diese das Konzept „Pflege und Betreuung in Wien 2030“ – einer Weiterentwicklung aller Pflege- und Betreuungsangebote in Wien.

    Die Hände einer alten Frau, die graue Puzzelteile auf einem Tisch sortiert, Stichwort Demenzstrategie der Stadt Wien.(c) AdobeStock
    Der Verlust kognitiver Fähigkeiten wird im Verlauf einer Demenz-Erkrankung vor allem für Bezugspersonen zu einer immer größer werdenden Herausforderung.

    Hintergrundinformation – über die Plattform Demenzfreundliches Wien

    Die Plattform Demenzfreundliches Wien ist ein Bogen, den die Stadt Wien über alle Initiativen spannt, die sich zum Thema Demenzfreundlichkeit engagieren. Projektgemeinschaften, Initiativen und Stakeholderinnen und Stakeholder aus den unterschiedlichsten Bereichen sowie alle 23 Bezirke arbeiten dabei interdisziplinär und überparteilich zusammen. Der Fokus liegt auf der Gestaltung der bestmöglichen Lebenswelt[en] für Menschen mit Demenz sowie ihre Bezugspersonen.

    Wien für Seniorinnen und Senioren, das Team der Senior•innenbeauftragten der Stadt Wien, ist dabei die koordinierende Schnittstelle für alle Beteiligte der Plattform und auch solche, die es noch werden wollen. Weitere Informationen dazu finden sie HIER.

    Eine ausführliche Zusammenfassung der Wiener Demenzstrategie können sie HIER abrufen.

    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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