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    Home»Körper & Geist»SENaktiv – Sicher im Alter bewegen»Tanzen macht in erster Linie Spaß UND ist auch noch gesund
    (c) Pixabay.com

    Tanzen macht in erster Linie Spaß UND ist auch noch gesund

    7. Feb. 20184 Mins Lesezeit

    Die offizielle Ballsaison ist ja – laut Kalender – schon wieder vorbei, aber Tanzen hat immer Saison. Normaler Weise steht ja beim Tanzen der Spaß im Vordergrund. Was aber die Wenigsten wissen: Tanzen tut sowohl unserem Körper als auch unserem Geist gut, ist gesund und kann sogar einer Demenz vorbeugen.

     

    Tanzen für die Gesundheit
    Ein Ehepaar beim Tanzen. (c) Pixabay.com
    Getanzt wurde immer schon, aber mittlerweile wissen wir, dass es auch gesund ist.

    Egal, ob Walzer, Tango oder Foxtrott – wenn wir uns mit unserem Partner auf das Tanzparkett begeben und uns zum Takt der Musik bewegen, schärfen wir unsere Aufmerksamkeit und erhöhen die Konzentration. Um die unzähligen Sinneseindrücke aufzunehmen und miteinander zu kombinieren, läuft unser Gehirn auf Hochtouren: Wir hören den Rhythmus der Musik und bewegen unsere Füße danach mit den passenden Tanzschritten. Und damit wir mit unserem Tanzpartner in die gleiche Richtung tanzen und nicht mit anderen Paaren zusammen stoßen, müssen wir über kleine Bewegungssignale auch noch sozusagen körperlich kommunizieren. Kurz gesagt: Beim Tanzen aktivieren wir unseren Körper und unseren Geist gleichermaßen – und das tut wiederum unserer Gesundheit gut.

     

    Tanzen, um einer Demenzerkrankung vorzugeugen?

    Deutsche Forscher haben untersucht, ob nicht genau diese umfangreichen Anforderungen an unser Gehirn helfen können, einer Demenzerkrankung vorzubeugen.

    In einer Studie prüften sie, welche Auswirkungen Tanzen auf die Gehirnleistung und das Gleichgewicht von älteren Menschen hat. Rund 60 Studienteilnehmer zwischen 65 und 80 Jahren wurden aufgeteil in zwei Gruppen: die Hälfte machte ein Fitnessprogramm, die andere Hälfte ein spezielles Tanzprogramm. Ein halbes Jahr lang trainierten sie zwei Mal pro Woche für 90 Minuten. Dabei lernten die Tanzgruppe regelmäßig neue komplexe Schrittfolgen und Figuren, während die Fitnessgruppe immer nur das gleiche Programm abspulte. Dabei beobachteten die Forscher, dass Tanzen die Bildung von neuen Nervenzellen und Nervenbindungen mehr unterstützen könnte als monotones Fitnesstraining.

    Tanzen = Ganzkörpertraining

    Tanzen fördert aber nicht nur unsere geistige Gesundheit, tanzen bringt – neben dem Spaß an der Sache – noch viele weitere gesundheitliche Vorteile mit sich. Wer regelmäßig ein bis zwei Mal pro Woche tanzen geht, stärkt seine Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit – und das zum Teil effizienter als bei anderen Sportarten auf Grund der unterschiedlichen Bewegungsformen: mal große, mal kleine Schritte, langsam, dann wieder schnell – Variationen, die man sonst nur beim Turnen oder Ballsportarten findet, also Sportarten, die ab einem gewissen Alter nicht mehr für jeden von uns geeignet sind.

    Tanzen dagegen ist für jeden geeignet. Wer noch dazu Jive oder Rock’n’Roll tanzt, hält auch sein Bindegewebe in Schuss. Bei diesen Tänzen stellen nämlich die schnellen und hüpfenden Bewegungen ein gutes Training für die Faszien dar. Das verklebte Bindegewebe um Muskeln und Organe, eben die erwähnten Faszien, wird gelöst und die Bewegungselastizität gefördert. Wissenschaftler sehen in steifen Faszien oft die Ursache für Schmerzen.

    Tanzen ist für alle da!
    (c) Pixabay.com
    Musik, Bewegung, andere Leute, gut für Körper und Geist – Tanz-Herz, was willst du mehr :)

    Das Beste am Tanzen: Das Parkett steht jedem Menschen offen, egal wie alt, wie schwer, oder ob geistig oder körperlich eingeschränkt. Selbst mit dem Rollator oder im Rollstuhl kann und sollt man auch auf´s Parkett. Menschen mit Behinderungen haben die gleichen Bedürfnisse und vor allem die gleichen Rechte auf Teilhabe. Übergewichtigen kann Tanzen helfen, ein anderes Verhältnis zu ihrem Körper zu entwickeln.

    Das Schöne beim Tanzen ist, dass die Musik und der Rhythmus die körperliche Anstrengung überdecken. Das heißt, dass wir deswegen auch etwas mehr aus unserer Komfortzone herausgehen. Das ist wichtig, denn nur wenn wir uns verausgaben, wird der Körper ausreichend stimuliert.

    Höhere Lebensqualität durch’s Tanzen

    Beim Tanzen wird durch die unterschiedlich schnellen Bewegungswechsel und die Gewichtsverlagerungen von einem Bein auf das andere unser Gleichgewichtssinn trainiert, was generell unsere motorischen Fähigkeiten verbessert. Studien deuten darauf hin, dass ältere Menschen so ihr Sturzrisiko senken können und ihre Lebensqualität erhöhen.

    Und nicht zuletzt sei noch ein weiterer wichtiger sozialer Aspekt für ältere Menschen erwähnt: Beim Tanzen kommen die Leut z’samm ;)

    Und es hält jung, wie sie HIER sehen können.

    (Bilder: Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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