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    Home»Pflege & Betreuung»Demenz»demenz watch – eine Serviceleistung, die Leben retten kann
    Ein Mann von hinten auf einer Parkbank, davor eine Uhr mit Wlan-Symbol. (c) demenz.watch/ 123RF/ Leszek Glasner

    demenz watch – eine Serviceleistung, die Leben retten kann

    21. Mai 20194 Mins Lesezeit

    In Österreich leben gemäß aktueller Schätzungen rund 130.000 Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen. Diese Zahl wird sich in den nächsten elf Jahren auf ungefähr 250.000 annähernd verdoppeln. 70 Prozent aller Demenzerkrankten werden zu Hause betreut. Mit der demenz watch steht neuerdings ein Produkt mit wirksamer Serviceleistung zur Versorgung von Betroffenen zur Verfügung.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    demenz watch – was steckt dahinter?
    Alarmierung bei Verlassen der Wohnung
    Kontaktpersonen werden von der Johanniter-Notrufzentrale hingeführt
    Ablauf der Dienstleistung und Datenschutz


    demenz watch – was steckt dahinter?

    demenz watch ist eine Serviceleistung basierend auf einer „normalen“ Armbanduhr verbunden mit der Notrufzentrale der Johanniter. Die Uhr vom schwedischen Unternehmen DORO verfügt über leistungsfähige Ortungs- und Kommunikationsfunktionen, die speziell für die Bedürfnisse von an Demenz erkrankten Menschen entwickelt wurde.

    So ist natürlich die Uhrzeit für Seniorinnen und Senioren einfach ablesbar. Doch nicht nur die ursächliche Funktion einer Uhr wurde Senioren gerecht gestaltet. Auch die restlichen Funktionalitäten sind dem Alter der Nutzerinnen und Nutzer entsprechend umgesetzt worden.

    In Österreich wird die Uhr in Kombination mit der maßgeschneiderten Notrufserviceleistung der Johanniter seit Mai dieses Jahres vom Unternehmen demenz watch GmbH angeboten. Die beiden Geschäftsführer, Alexander Winter und Robert Heinze, erläutern ihre Beweggründe wie folgt: „Mit demenz watch wollen wir das Leben von Familienmitgliedern und Pflegekräften, die sich um Demenzerkrankte kümmern, ein Stück weit erleichtern.“

    Alarmierung bei Verlassen der Wohnung

    Im Inneren der Uhr befindet sich ein modernes GPS-Modul, das automatisch einen Alarm in der Johanniter-Notrufzentrale auslöst, wenn der/ die Betroffene/ n, seine/ ihre sichere Umgebung verlässt.

    Zusätzlich ist die Uhr aber auch gleichzeitig ein Handy. Damit können die Hilfskräfte direkt mit der Trägerin bzw. dem Träger der Uhr per Freisprecheinrichtung in Kontakt treten. Das heißt, die Trägerin/ der Träger braucht nichts zu machen, um via Uhr kommunizieren zu können. Das ist darüber hinaus sogar europaweit möglich, sprich selbst wenn die Person über die Landesgrenzen gekommen sein sollte, ist sie erreichbar und es kann auch eine Ortung erfolgen.

    So können rasch erste Schritte eingeleitet werden, während bereits die laut hinterlegtem Maßnahmenplan vermerkten Kontaktpersonen kontaktiert und alarmiert werden.

    Ein Mann in einem Park mit Rollator aus der Vogelperspektive, darüber eine demenz.watch. (c) demenz.watch/ DORO
    Die demenz watch schlägt Alarm, sobald der/ die Träger/ in sein/ ihr sicheres Umfeld verlässt.

    Kontaktpersonen werden von der Johanniter-Notrufzentrale hingeführt

    Selbst wenn die Trägerin oder der Träger der Uhr sich weiter auf den Weg macht, führen die Johanniter-Einsatzkräfte die Kontaktperson dank der GPS-Ortung direkt zur vermissten Person hin.

    “Seit vielen Jahren erleben wir bei unseren Einsätzen, was es heißt, wenn Menschen orientierungslos umherirren und sich damit zum Teil in große Gefahr begeben”, erklärt Dr. Robert Brandstetter, Bundesgeschäftsführer der Johanniter Österreich. “Die demenz watch bietet Demenz Erkrankten und deren Angehörigen ein Sicherheitsnetz für den Notfall an“, unterstreicht Dr. Brandstetter.

    Verlässt nun eine an Demenz erkrankte Person ihre/ seine sichere Umgebung, kann auch eine Abholung durch die Johanniter beauftragt werden. Das ist dann wichtig und relevant, wenn die Angehörigen beispielsweise zu dieser Zeit unabkömmlich an ihrem Arbeitsplatz sind, oder sich schlicht zu weit entfernt befinden. In einem derartigen Fall bringen medizinisch und im Umgang mit dementen Patienten erfahrenes Personal der Johanniter die/ den Betreute/ n wieder sicher nach Hause.

    Allerdings beschränkt sich dieses Service aktuell auf das Wiener Stadtgebiet. Eine Erweiterung eines Rückholdienstes in anderen Bundesländern ist aktuell in Planung bzw. wird an entsprechenden Kooperationen gearbeitet.

    Ablauf der Dienstleistung und Datenschutz

    Die demenz watch Serviceleistung kann von Angehörigen und Pflege- oder Betreuungseinrichtungen gemietet werden. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt dabei sechs Monate. Die Programmierung auf die individuellen Bedürfnisse erfolgt durch die demenz watch GmbH. Diese Dienstleistung ist für monatlich € 49,- (inkl. Mwst.) erhältlich. Im diesem Preis enthalten sind zum einen die Miete der Uhr inkl. einer SIM-Karte. Und zum anderen die permanente Verbindung zur Johanniter-Notrufzentrale für etwaige Notfälle.

    Die Stamm- und Ortungsdaten der Personen, die die Uhr tragen, werden gemäß strengster Sicherheitsvorschriften und entlang aller gesetzlichen Bedingungen in einem Rechenzentrum in der EU gespeichert und vor unberechtigtem Zugriff geschützt.

    Aber wie heißt es doch so treffend: (bewegte) Bilder sagen mehr als tausend Worte. Sehen sie hier ein kurzes Video, das zeigt, wie die demenz watch funktioniert:

    (Bilder: demenz watch/ 123RF/ Leszek Glasner, demenz watch/ DORO; Video: youtube.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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