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    Home»Pflege & Betreuung»Demenz»Schlafapnoe – lautes Schnarchen kann Demenzrisiko erhöhen
    (c) Pixabay.com

    Schlafapnoe – lautes Schnarchen kann Demenzrisiko erhöhen

    29. Nov. 20182 Mins Lesezeit

    Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Alzheimerpatienten und Demenzkranke überdurchschnittlich häufig unter einer obstruktiven Schlafapnoe (Atempausen im Schlaf) leiden. Eine aktuelle Studie zeigt erstmals, dass die obstruktive Schlafapnoe gefährliche Ablagerungen im Gehirn fördert und damit die Entwicklung einer Alzheimer-Demenz verursachen kann.

     

    Zusammenhang zwischen OSA und Alzheimer
    Das Gesicht eines schlafenden Mannes mit einer Vorrichtung gegen Schnarchen, Stichwort Schlafapnoe.  (c) Hoza
    Lautes Schnarchen in der Nacht sollte auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden.

    Das Center for Brain Health der New York University School of Medicine begleitet eine Gruppe von 208 Senioren im Alter von durchschnittlich 68 Jahren. Bei einigen Teilnehmern wurde im Abstand von etwa zwei Jahren Gehirnflüssigkeit entnommen und eine Untersuchung des Gehirns durch­geführt. Keiner der Teilnehmer litt zu Beginn der Studie an einer Demenz. Auch bei der zweiten Untersuchung zwei Jahre später waren die Teilnehmer ohne geistige Ausfälle. Bei einigen kam es jedoch zu einer Verringerung eines wichtigen Eiweissstoffes in der Gehirnflüssigkeit.

    Dieser Hinweis auf eine beginnende Alzheimererkrankung wurde häufiger bei jenen Senioren gefunden, bei denen zu Beginn der Studie eine erhöhte Anzahl von Apnoe-Atempausen inkl. Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut nachgewiesen und die Diagnose obstruktive Schlafapnoe (OSA) gestellt worden war.

    Es beginnt mit lautem Schnarchen

    Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist eine häufige Form der schlafbezogenen Atmungsstörungen, die meist mit lauten Schnarchen beginnt und die man selbst nicht bemerkt. In einer aktuellen Studie der Charitè Berlin von Juli 2018 wurde ermittelt, dass 46% aller Erwachsenen von 20 – 81 Jahren zumindest an einer leichten Schlafapnoe leiden. Neben Demenz gibt es bei Schlafapnoe auch dokumentierte Zusammenhänge  mit Diabetes, Herzkrankheiten, Schlaganfall, Depression, Sekundenschlaf, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen/ Gereiztheit, Schwindelanfälle, nächtliches Schwitzen und weiteren Erkrankungen, die durch die Atempausen mit zu geringer Sauerstoffzufuhr verursacht werden.

    Mögliche Ursachen

    Grundsätzlich begünstigen alle körperlichen Gegebenheiten, die zu einer Enge der oberen Luftwege und/ oder Behinderung der Nasenatmung führen, die Entstehung eines Schlafapnoe-Syndroms. Die häufigste Ursache sind

    • vermehrte Fettablagerungen im Rachenbereich und in der Zunge bei Übergewichtigen und Fettleibigen
    • große Rachen- oder Gaumenmandeln
    • kurzer Unterkiefer
    • große Zunge
    • großes Gaumenzäpfchen
    • Nasenscheidewandverkrümmung
    • Nasenpolypen
    • chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen
    • Alkoholkonsum
    • bestimmte beruhigende Medikamente (Antihistaminika, Schlafmittel, etc.)

     

    Zur Diagnose der Schlafapnoe kann entweder ein Schlaflabor oder die ambulante Schlaf-Diagnostik durch den Facharzt (Patient schläft zu Hause im eigenen Bett) gewählt werden.

    Was ist obstruktive Schlafapnoe?

    Service

    Zahlreiche weitere Informationen, Expertentipps, Veranstaltungen, etc. finden sie HIER auf den Seiten der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Österreich.

    (Bilder (v.o.n.u.): Pixabay.com, Hoza; Video: Youtube.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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