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    Home»Freizeit & Reise»Internet & Technik»Internet of Toys – was man über vernetztes Spielzeug wissen sollte
    (c) CC0 (Unsplash/ Daniel Cheung)

    Internet of Toys – was man über vernetztes Spielzeug wissen sollte

    17. Juli 20184 Mins Lesezeit

    Sie stehen bei Kindern gaaanz hoch im Kurs: Vernetzte und smarte Spielzeuge, Stichwort Internet of Toys. Doch die Digitalisierung im Kinderzimmer birgt auch Risiken. Ein neuer Folder des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) bietet Antworten auf brennende Fragen, die sich Eltern und Großeltern stellen. Oder stellen sollten.

    Bei Risiken und Nebenwirkungen bezüglich Internet of Toys fragen sie…
    Ein Baby und eine Puppe, Stichwort Internet of Toys. (c) Pixabay.com
    Puppen sind perfekt zum Spielen. Aber aufpassen, wenn´s ums Personalisieren geht.

    Die personalisierbare Puppe, der Rede und Antwort stehende Dinosaurier oder der per App steuerbare Roboter: Vernetzte Spielzeuge lassen Kinder- (und auch so manche Erwachsenen-) Herzen höher schlagen. Ob sie den Mehrwert, den die Hersteller teils versprechen (wie zB eine mögliche spielerische Erweiterung von Wortschatz und Faktenwissen) zukünftig auch halten können, bleibt abzuwarten. Denn noch sind vernetzte Spielzeuge im Anfangsstudium der Entwicklung und ihr tatsächlicher Nutzen ist umstritten.
    Eltern und Großeltern, die ihren Kleinen beispielsweise zum Geburtstag smarte Wünsche erfüllen wollen, sollten sich jedenfalls vor dem Kauf bzw. vor der Inbetriebnahme von vernetzten Spielzeugen mit deren Möglichkeiten und Risiken auseinandersetzen.

    Play it safe

    Wer sicher gehen möchte, dass das Spielen seiner Enkel-/ Kinder harmlos bleibt, sollte sich einige Aspekte bewusst machen – beginnend von der Auswahl des passenden Produkts bis zum richtigen Umgang damit. Insbesondere der Schutz von Daten und Privatsphäre sollte bei vernetzten Spielzeugen Beachtung finden. Aber auch Fragen zu technischen Sicherheitsstandards, zur altersgerechten Auswahl oder zur optimalen Beschäftigungsdauer mit smarten Spielsachen sollten vorab thematisiert werden.

    Die 10 wichtigsten Tipps für Eltern und Großeltern
    1. Nehmen sie sich für den Einkauf genug Zeit. Informieren sie sich vorab zu den Systemanforderungen, zu Datenschutz und den genauen Internetfunktionen des Spielzeugs.
    2. Kaufen sie kein gefährliches Spielzeug. Aufgrund von Sicherheitsmängeln raten Konsumentenschützer explizit von einigen Produkten ab. Das betrifft Spielzeuge, die mit Spracherkennung arbeiten und Daten zu Marketingzwecken an Drittparteien weitergeben oder leicht zu hacken sind. Sehen sie sich vor dem Kauf Produkttests und Bewertungen an.
    3. Geben sie nur unbedingt notwendige Daten weiter. Die mit Spielzeug verbundenen Apps können meist ohne Kauf des Spielzeugs schon heruntergeladen werden. Sehen sie sich zuerst an, welche Daten bei der Installation der App verlangt werden – sind diese für das Spiel wirklich notwendig? Geben sie nur Daten an, die es unbedingt braucht.
    4. Erstellen sie keine Profile von ihrem Kind. Manche Spielzeuge, wie interaktive Plüschtiere und Puppen, können personalisiert werden. Wenn sie für ein Spielzeug zu Angaben über ihr Kind gebeten werden, achten sie darauf, keine sensiblen persönlichen Daten anzugeben wie zB Alter, Wohnort, oder auch Gesundheitszustand.
    5. Bedenken sie mögliche Folgekosten. In den Regalen finden sie eine Reihe an Spielfiguren für Online Spiele. Über das Smartphone oder andere Geräte werden diese Produkte erkannt – oft braucht es zusätzliche Figuren um weitere Levels freizuschalten.
    6. Vereinbaren sie Spielregeln. Ob ein per App ferngesteuertes Kamera-Auto im Kinderzimmer, im Wohnzimmer oder an der freien Luft verwendet wird, kann einen wichtigen Unterschied machen. Klären sie vorab, wer, wo und wie das Geschenk verwendet werden darf. Vereinbaren sie dazu Regeln mit ihrem Kind.
    7. Achten sie auf ein mögliches Ablaufdatum bei Apps und ob Sicherheitsupdates möglich sind.
    8. Binden sie ihr Kind in die Personalisierung des Spielzeugs ein. „Hier kann ich eingeben, wie du genannt werden möchtest. Was wünscht du dir?” Gerade bei Kindern ist es wichtig, sie an Personalisierungen teilhaben zu lassen. So wird ein Geschenk zur Gelegenheit, eigene digitale Kompetenzen zu erwerben.
    9. Erklären sie ihrem Kind, womit es spielt. “Schau, das sieht aus wie ein Teddybär, ist aber auch ein Computer.” Wenn statt Batterien Betriebssysteme hinter Spielzeugen stehen, sollte ihr Kind das auch erfahren. Sehen sie es als Chance an, ihr Kind auf diese Art mit der digitalen Welt vertraut werden zu lassen.
    10. Begleiten sie ihr Kind. Spielzeug mit Internet verlangt viele Kompetenzen. Von der Inbetriebnahme hin zur Nutzung kommen Fragen auf. Begleiten sie ihr Kind, damit das Spielzeug eine gute Lernerfahrung wird. Interaktives Spielzeug ist kein Ersatz für persönliche Gespräche und elterliche/ großelterliche Nähe.
    Klare Kennzeichnung
    (c) Pixabay.com
    Warum Kinder solche Spielsachen lieben, weiß man nicht. Oft sind diese auch schon vernetzt.

    Nicht zuletzt müssen Hersteller und Handel in die Pflicht genommen werden. Konsumenten brauchen Klarheit, ob Spielzeuge vernetzt sind und ob bzw. wenn ja, welche persönlichen Daten verarbeitet werden. Dazu sind entsprechende Angaben auf den Verpackungen und klare Produktbeschreibungen ebenso notwendig wie verständliche Anleitungen und eine kompetente Verkaufsberatung. Eltern und Großeltern müssen sich außerdem auf technische Sicherheitsstandards verlassen können.

    Über das ÖIAT

    Das ACR-Mitglied Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) wurde 1997 als unabhängiges und gemeinnütziges Institut mit wissenschaftlichem Beirat gegründet. Ziel des ÖIAT ist es, Konsumenten, Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und die Öffentliche Hand beim sicheren und effizienten Einsatz von digitalen Medien zu unterstützen. Dazu zählen Projekte und Initiativen wie Saferinternet.at, das E-Commerce-Gütezeichen, der Internet Ombudsmann oder die Watchlist Internet.

    (Bilder: CC0 (Unsplash/ Daniel Cheung), Pixabay.com)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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