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    Home»Freizeit & Reise»Reisemagazin»Sardinien – alles, was sie über die »Karibik Europas« wissen müssen
    Sandstrand und blaues Meer auf Sardinien. (c) AdobeStock

    Sardinien – alles, was sie über die »Karibik Europas« wissen müssen

    4. Juli 20226 Mins Lesezeit

    Sardinien ist eines der beliebtesten Urlaubsziele Europas. Kristallklares Wasser, traumhafte Strände und eine malerische Landschaft ziehen die Besucher magisch an. Doch nicht nur das Meer lockt: Auch das felsige Gebirge, charmante Dörfer, imposante Landschaften und die lebendige Hauptstadt Cagliari formen die einzigartige Kulisse der Mittelmeerinsel.

    Wir haben mit dem Sardinien-Experten und Reisebüroinhaber Andreas Kröll über die italienische Insel gesprochen und einige wertvolle Tipps und Insider-Wissen erhalten. Andreas Kröll, Geschäftsführer von Christophorus Reisen, hat bereits über 25 Jahre Erfahrung mit der sogenannten »Karibik Europas« und entsprechend „heiße“ Tipps parat.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Warum wird Sardinien »die Karibik Europas« genannt?
    Welche der Strände darf man auf keinen Fall verpassen?
    Welche Städte oder Sehenswürdigkeiten muss man unbedingt gesehen haben?
    Welche kulinarischen Köstlichkeiten können sie empfehlen?
    Wann ist die beste Reisezeit für Sardinien?
    Wie gelangt man am besten nach Sardinien?
    Wie wirkt sich die Pandemie auf das Urlaubserlebnis in Sardinien aus?


    Warum wird Sardinien »die Karibik Europas« genannt?

    „Sardinien wird nicht ohne Grund die ‘Karibik Europas’ genannt, jede und jeder, die•der schon einmal dort war, wird bestätigen, dass dieser Titel auf jeden Fall seine Berechtigung hat. Die strahlenden Sandstrände und das in der Sonne türkis-funkelnde Wasser, das bis auf den Meeresgrund hindurchblicken lässt, sind typisch für die Insel – und eben auch typisch karibisch. Wem ein Karibik-Urlaub also zu teuer ist, kann auch am Mittelmeer Karibik-Feeling bekommen.“

    Skyline im Hafen von Cagliari auf Sardinien.(c) AdobeStock
    Die Skyline im Hafen von Cagliari mit ihren typisch bunten Häusern.

    Welche der Strände darf man auf keinen Fall verpassen?

    „Es ist schwierig, eine Auswahl zu treffen, weil es auf Sardinien so viele wunderschöne Strände gibt. Aber einige meiner liebsten Orte sind die Spiaggia Capriccioli an der Costa Smeralda, wo man auf smaragdgrünes Meer trifft, und die feinen Sandstrände der Costa Rei, die treffend auch Königsküste genannt wird. Prachtvolle Felsengruppen und weiße, feine Sandstrände wechseln sich hier ab. Der Kräuterduft der regionaltypischen Macchia verleiht dieser Gegend ihr ganz besonderes Flair. Hier kann zum Beispiel gesurft und getaucht werden. Das Felskap Capo Ferrato steht unter Schutz und bringt die Natur näher.

    Im Süden gibt es sehr viele kleine Buchten, an der Costa del Sud. Die Strände dort zählen zu den wärmsten der Insel. Empfehlenswerte Strände sind außerdem die Spiaggia Campagna und die Spiaggia Su Giudeu, die mich beide immer wieder mit ihrer Schönheit begeistern. Nicht zu vergessen ist auch die Spiaggia Li Cossi an der Costa Paradiso, die ihrem Namen alle Ehre macht. Dort beeindrucken Schluchten, Felsen aus rosafarbenem Granit, die duftende Macchia und strahlend blaue Buchten – ideal zum Baden, Tauchen und Schnorcheln, aber auch für Wanderungen.“

    Welche Städte oder Sehenswürdigkeiten muss man unbedingt gesehen haben?

    „Was man sich auf jeden Fall ansehen sollte, ist Cagliari – die Hauptstadt und eine der schönsten Städte Sardiniens. Die Gassen und die Architektur vor Ort zeichnen ein einzigartiges Bild. Vom Kap Sella del Diavolo aus können die pastellfarbenen Häuser der Stadt bestaunt werden. Außerdem sollte man sich die Kathedrale Santa Maria und den Turm von San Pancrazio nicht entgehen lassen. Der Fischmarkt Mercato di San Benedetto ist typisch für die Region und lässt Besucherinnen und Besucher das sardische Lebensgefühl spüren.

    Die Küstenstadt Olbia im Norden lädt dazu ein, ihre verwinkelte historische Altstadt zu durchstreifen. Das lässt sich auch hervorragend mit einem kleinen Einkaufsbummel verbinden. Die Basilika San Simplicio am Hafen und das Anfiteatro Michelucci gehören zu den Orten, die man hier unbedingt gesehen haben sollte.

    Ebenso empfehlenswert ist das westlich gelegene Bosa. Die kleine Stadt, dessen Altstadt fast vollständig aus rosafarbenen Trachytstein gebaut wurde, ist vor allem für seinen Malvasia-Wein bekannt. In Bosa trifft man auf einen Mix aus ruhiger Ländlichkeit und meisterhaftem Kunsthandwerk.“

    Welche kulinarischen Köstlichkeiten können sie empfehlen?

    „Kulinarisch ist Sardinien charakteristisch und einzigartig. Viele der typischen Gerichte gibt es ausschließlich hier. Sie sind im restlichen Italien nicht zu finden. Die sardische Küche hebt sich deutlich von der des italienischen Festlandes ab. Am besten probiert man sich durch das komplette Angebot.

    Das Pane Carasau ist ein traditionelles, knuspriges Fladenbrot, das pur gegessen werden kann oder zusammen mit Ei und Tomatensoße als Pane Frattau serviert wird – ein richtiger Gaumenschmaus! Gegrilltes wie Porchetta, Fisch und Meeresfrüchte finden sich hier auch überall genauso wie Culurgiones, das sind gefüllte Nudeln. Die Malloreddus, typisch sardische Pasta, sind getrocknet auch ein ganz besonderes Mitbringsel. Als Nachtisch bietet sich Torrone, eine Variante des weißen Nougats, an – oder Seadas, mit Pecorino gefüllte Teigtaschen, die mit bitterem Honig übergossen werden.“

    Wann ist die beste Reisezeit für Sardinien?

    „Die beste Reisezeit für Sardinien ist Mai bis September. Wer zudem spannende, traditionelle Festtage miterleben möchte, sollte Anfang Mai nach Sardinien reisen. Dort findet das Festa di Sant’ Efisio statt. Das ist eine traditionelle Prozession, an der jedes Jahr tausende Menschen teilnehmen. Es ist das wichtigste Ereignis der Stadt und ein besonderer Fixpunkt im Kalender. Ebenso außergewöhnlich ist es in Sardinien zur Faschingszeit. Der Karneval im Februar findet auf der ganzen Insel statt und jede Region hat ihre ganz eigenen Traditionen.“

    Capriccioli beach auf Sardinien.(c) AdobeStock
    Hier kommt Karibik-Feeling auf: der Spiaggia Capriccioli an der Costa Smeralda.

    Wie gelangt man am besten nach Sardinien?

    „Die Anreise erfolgt entweder mit der Fähre oder dem Flugzeug. Die Anreise mit der Fähre ist aus verschiedenen italienischen Städten möglich. Eine besonders beliebte Route ist von Genua nach Porto Torres. Die Alternative wäre, von Livorno nach Olbia zu reisen. Das Praktische an einer Anreise mit der Fähre: Das eigene Auto kann mitgenommen und Sardinien mit ihm erkundet werden. Die beliebtesten Häfen auf der Insel sind Olbia, Porto Torres oder Golfo Aranci. Mögliche Ziele der Fähren auf der Insel sind Olbia und Cagliari.

    Schnell und bequem funktioniert auch die Anreise mit dem Flugzeug. Flughäfen befinden sich auf der Insel in Olbia und Cagliari. Olbia erreicht man beispielsweise von Wien aus sogar in knapp unter zwei Stunden. Ein weiterer Flughafen befindet sich im Westen der Insel, in Alghero – hier werden aber nur wenige Flugverbindungen angeboten.“

    Tipp des Experten: „Ich empfehle dringlichst, ein Auto zu mieten, falls man mit dem Flugzeug anreist. Die Insel hat so viel zu bieten, und so viele Orte, die erkundet werden wollen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, mobil zu sein.“

    Wie wirkt sich die Pandemie auf das Urlaubserlebnis in Sardinien aus?

    „Das Reisen ist hier ohne große Gesundheitsbedenken möglich. Einerseits ist die Insel sehr weitläufig und eher dünn besiedelt. Andererseits tragen auch verschiedene Corona-Sicherheitsmaßnahmen zu einem sicheren Urlaub bei, die hier nach wie vor gelten [Stand: 16.05.2022]. Damit ist Sardinien nicht nur ein wunderschönes Reiseziel, sondern bietet auch einen sicheren Urlaub.“

    (Bilder: AdobeStock)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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