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    Home»Freizeit & Reise»Reisemagazin»Naturjuwel March-Thaya-Auen: zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert
    Blick auf die March-Thaya-Auen. (c) Weinviertel Tourismus/ Schwarz-König & Sinzinger

    Naturjuwel March-Thaya-Auen: zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert

    28. Jan. 20226 Mins Lesezeit

    Im Rahmen des SKAT B011 Interreg-Projekts 3E-Morava Nature wurden die Biodiversität und Lebensraumvernetzung im Gebiet der March-Thaya-Auen und des Alpen-Karpaten-Korridors durch Naturraum-Management, Umweltbildung und Ökotourismus beiderseits der March gestärkt. Ziel war es, die Angebote der Region zu vernetzen und zu bündeln, durch Umweltbildung das gemeinsame Naturerbe zu sichern und durch das breite Gesamtangebot die Attraktivität der Region zu steigern.

    Inhaltsverzeichnis verbergen
    Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei den March-Thaya-Auen
    Das Naturjuwel March-Thaya-Au entdecken
    Vielfältiges Angebot für alle Naturliebhaber•innen

    Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei den March-Thaya-Auen

    Die March stellt ein gemeinsames einzigartiges Naturphänomen Österreichs und der Slowakei dar. Zusammen mit ihren Au-Gebieten beiderseits des Flusses sowie eines seltenen paleontologischen Standortes ist sie Teil des Natura 2000 Netzwerkes, grenzüberschreitenden Ramsargebietes und Trittstein des Alpen-Karpaten-Korridors.

    Das Hauptziel des SKAT B011 Interreg-Projektes 3E-Morava Nature war es, die Lebensräume so zu bewirtschaften, dass die Lebensraumvernetzung, die Biodiversität und die wertvollen Ökosystemleistungen erhalten bleiben. Die Projektaktivitäten umfassten Revitalisierung und Management von 50 ha terrestrischen- und Wasserbiotopen sowie die Stärkung der Umweltbildung, verbunden mit Naturtourismus.

    Es wurden unter anderem Ökocenter zur Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sowie zur bewussten Pflege des natürlichen Erbes des Marchgebiets [Biotopmanagement] errichtet, wo mittels Umweltbildung und gemeinsamer, gebündelter Kommunikation Besucher•innen über die Naturwerte und Pflege dieses grenzüberschreitenden Gebiets informiert werden. Hierbei helfen eine Regionskarte der Projektregion Břeclav bis Bratislava, die einen etwa 20 Kilometer breiten Streifen beiderseits der March abbildet. In dieser zweisprachigen Karte sind die Flüsse March, Thaya und Donau, Naturschutzgebiete, Ökozentren, die wichtigsten Gemeinden, Grenzübergänge, Eisenbahnen und Hauptverkehrsverbindungen abgebildet.

    Weiter wurden zwei zweisprachige Broschüren mit dem Titel „Naturjuwelen March-Thaya-Auen„, Naturexpeditionen entlang der March, und „Ausflüge in die March-Thaya-Auen„, Radeln, Paddeln und die einzigartige Natur und Geschichte entdecken, aufgelegt. Diese bringen das Leben zwischen den naturnahen Ökosystemen sowie die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt Besucher•innen näher und informieren über Ausflugsmöglichkeiten in das einzigartige europäische Feuchtgebiet der March-Thaya-Auen.

    Ein Mädchen mit einem Fernglas auf einem Hochstand in den March-Thaya-Auen.(c) Weinviertel Tourismus/ Schwarz-König & Sinzinger
    In den March-Thaya-Auen gibt es zu jeder Jahreszeit viel zu sehen und zu entdecken.

    Das Naturjuwel March-Thaya-Au entdecken

    Von der Schönheit und Einzigartigkeit der March-Thaya-Auen kann man sich natürlich am besten überzeugen, wenn man einen Ausflug in diese Region macht. Ausgangspunkte für ausgiebige und unvergessliche Naturexpeditionen entlang der March befinden sich in:

    March-Thaya Zentrum in Hohenau an der March

    Das March-Thaya-Zentrum ist erste Anlaufstelle für die Region, Gäste werden beraten, erhalten Informationsmaterial, Radkarten und vieles mehr. Es wird Wissen über Natur und Naturschutz mittels der interaktiven Ausstellung „Schau, die Au! Willkommen im Abenteuer March-Thaya-Auen“ zur faszinierenden Welt der March-Thaya-Auen im trilateralen Ramsargebiet vermittelt. So erhält man auf 100 m2 Einblick in die grenzüberschreitende Welt kleiner Wasserdrachen, blauer Frösche, furzender Fische und anderer tierischer und pflanzlicher Überlebenskünstler der Au.

    Entlang einer Bodenkarte mit Flussverlauf, begleitet von Vogelstimmen und Froschkonzerten gelangt man zu Stationen wie der Messlatte für Hochwässer, dem Einfluss des Menschen oder dem Auwald aus Drehscheiben, wo man sich auch mit der Flügelspannweite des prächtigen Kaiseradlers messen kann. Die NÖ.Regional initiierte mit Hohenauer Unterstützung diese zweisprachige Ausstellung auf Deutsch und Slowakisch. Ergänzt wird die Ausstellung durch Workshops.

    Das March-Thaya-Zentrum ist aber auch ein guter Startpunkt für Naturexpeditionen auf eigene Faust oder für Exkursionen zum Au-Erleben, zum Beispiel mit dem Verein Auring. Er hilft Natur zu erleben, zu beobachten, zu erforschen und zu schützen. Das Feuchtgebiet der Absetzbecken Hohenau-Ringelsdorf wurde als ehemaliger Industriestandort der Zuckerfabrik vom Menschen geschaffen. Heute sind die wertvollen Flächen vor allem für Wasser- und Watvögel sowie für Frosch & Co. von größter Bedeutung. Seit 1996 betreut und erhält der Verein Auring diese international renommierten vogel.schau.plätze und bietet vielfältige ökopädagogische Angebot rund um das Thema Feuchtlebensräume an.

    Veranstaltungen für alle Altersgruppen, Exkursionen und spezielle Schulprojekte [Vögel, Amphibien, Insekten, etc.] laden zum Naturerlebnis ein. Nähere Informationen erhalten sie per eMail an info@auring.at.

    Storchenhaus Marchegg

    Neben dem Informationszentrum für Naturtourismus in den Unteren March-Auen, das im Schloss Marchegg in direkter Nachbarschaft des WWF-Auenreservates mit der berühmten Kolonie baumbrütender Störche und den freilebenden Konikpferden untergebracht ist, gibt es drei Rundwanderwege mit Aussichtsplattformen, die durch die Au verlaufen sowie durch das Weidegebiet und in den Lebensraum von Weißstorch, Biber und Co. führen. Informationstafeln bieten Wissenswertes zum Leben in der Au, das Au-Phon macht es möglich, das Quaken von Fröschen und Singen der Vögel verstärkt zu hören. Zudem werden spannende Exkursionen mit geschulten Ökopädagog•innen zu den Juwelen der March-Thaya-Auen angeboten.

    Nähere Informationen dazu finden sie HIER.

    Ökozentrum Piesočná

    Der Ökolehrsaal mit seinen modernen didaktischen Hilfsmitteln und die Naturschule bildet die Grundinfrastruktur für die Umwelterziehung. Hier tauchen Kinder und Besucher•innen in eine Welt von Umwelterziehung im Gebiet der Piesočná ein, das im geschützten Landschaftsgebiet der Záhorie [Naturschutzgebiet Záhorie] im Katastergebiet des grenzüberschreitenden Dorfes Moravský Svätý Ján in unmittelbarer Nähe der slowakisch-österreichischen Grenze und der March liegt. Ziel ist es, Kinder und Besucher•innen des Piesočná-Gebiets über den Artenschutz von Tieren, insbesondere Brutvögeln, aufzuklären und wissenswerte Informationen rund um das Thema Umweltschutz zu vermitteln und zu sensibilisieren. Hierbei hilft in unmittelbarer Nähe zum Ökolehrsaal auch ein wiederbelebter Gartenbereich.

    Ökozentrum Stupava

    Das Ökozentrum Stupava befindet sich im rekonstruierten Krupička-Haus mit Orangerie und Naturlehrpfad im historischen Landschaftspark am Fuße der Kleinen Karpaten. Alle Bereiche des Ökozentrums werden zur Umweltbildung eingebunden und leisten einen wesentlichen Beitrag zur grenzüberschreitend koordinierten Umweltbildung. Ziel ist es, das Leben im Einklang mit der Natur sowie die Akzeptanz von Naturschutzmaßnahmen auf beiden Seiten der March zu fördern und zu forcieren. Um dies zu erreichen, wurden Öko-Bildungsprogramme erarbeitet, die – angelehnt an die vier Jahreszeiten – die Biotope in Stupava und Umgebung in den Fokus rücken.

    Die Programme spiegeln die natürlichen Bedingungen des Gebietes und die lokalen Besonderheiten wider, bilden die Zielgruppen in angemessener Form und motivieren zu einem umweltverträglichen Verhalten. Erlebnispädagogik, interaktive Spiele und innovative pädagogische Verfahren bei der Arbeit mit Kindern und Erwachsenen runden die Bildungsprogramme ab.

    Ökozentrum im alten Zollhaus Dévinska Nová Ves

    Das Ökozentrum im nördlichen Stadtteil von Bratislava – das im alten Zollhaus von Dévinska Nová Ves untergebracht ist und das sich über die Radbrücke der Freiheit gut erreichen lässt – bietet Umwelterziehung, Informationen und Exkursionen ins Überschwemmungsbiet, ins Naturreservat Thebener Kogel und zum paläontologischen Fundort Sandberg an. Kinder, Schulklassen und Erwachsene erhalten hier vielfältige und neue Informationen sowie Einblicke rund um die Themenbereiche Umwelt und Natur. Der Fokus wird dabei auf den Umweltschutz und die beeindruckende Welt des Thebener Kogels und der March gelegt.

    Die Innenräume sowie der kleine Hof mit Pflanzen und begrüntem Dach bieten für die Vermittlung der Inhalte beste Möglichkeiten. Interaktivität und praktischer Unterricht in der freien Natur werden dabei großgeschrieben. Zudem sind im alten Zollhaus neben dem neu errichteten Ökozentrum auch das Informationszentrum, ein Radverleih sowie, ein kleines, gemütliches Café beheimatet.

    Zwei Mädchen mit einem Mann in einer Wiese beim Betrachten einer Blüte.(c) Weinviertel Tourismus/ Schwarz-König & Sinzinger
    In den March-Thaya-Auen findet sich eine einzigartige Fauna und Flora.

    Vielfältiges Angebot für alle Naturliebhaber•innen

    Gemeinsam mit dem March-Thaya-Zentrum und dem Storchenhaus hat Weinviertel Tourismus zudem einen Augenmerk auf die touristische Angebotsentwicklung gesetzt und zahlreiche buchbare Packages entwickelt, die auf www.weinviertel.at/march-thaya-auen zu finden sind. Diese reichen von „Mit dem Tretroller zu den Vogelforschern“ über „Störche, Konikpferde und Spaß mit Alpakas“ bis zu „Kanufahrten entlang von Altarmen und Auwäldern„. Das vielfältige Angebot an Führungen sowie empfohlenen Wander- und Radausflügen können sie jederzeit der Homepage entnehmen.

    (Bilder: Weinviertel Tourismus/ Schwarz-König & Sinzinger)

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    Thomas Kumhofer
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    Thomas Kumhofer denkt das Älterwerden seit über zehn Jahren neu. Als Kopf hinter „AlterNEUdenken“ schickt er den klassischen Ruhestand in Rente: Statt auf Häkeldeckchen und Couching setzt er auf Aktives Altern und neuronale Abenteuer. Mit Expertise und Neugier beweist er, dass die beste Zeit für neue Expeditionen – im Kopf oder auf der Weltkarte – genau jetzt ist.

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